Tagebuch aus einem Lager (Google eBook)

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Vandenhoeck & Ruprecht, 2002 - History - 183 pages
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Contents

Thomas Rahe
7
Louis
125
HansJoachim Rotbe
181
Copyright

Common terms and phrases

Popular passages

Page 10 - Arbeit und stundenlangem Appell bei völlig unzureichender Ernährung waren literarische Kurzformen wie das Gedicht und die knappe abendliche Tagebucheintragung noch am ehesten geeignet, den Willen zum Schreiben im Lager auch umzusetzen.
Page 8 - Die Mehrzahl der Häftlinge war zusammen mit ihrer Familie nach Bergen-Belsen gekommen, in den einzelnen Lagerteilen waren zumeist Häftlinge untergebracht, die die gleiche Muttersprache und einen ähnlichen kulturellen Hintergrund hatten. Viele Häftlinge, vor allem des »Sternlagers«, kannten sich aus der Zeit vor ihrer Deportation. Zudem kam, auf Grund der »Auswahlkriterien« der SS, ein relativ hoher Anteil der Häftlinge aus Berufen im kulturellen bzw.
Page 9 - Freiraum, denn auch in Bergen-Belsen waren kulturelle oder religiöse Aktivitäten der Häftlinge formell nicht erlaubt. Sie wurden von der SS allenfalls geduldet.
Page 8 - Bergen-Belsen war mithin ein Lager, das von einer verwirrenden Vielfalt von Bedingungen und sozialen Strukturen wie auch einer extremen Entwicklung der Lebensbedingungen der Häftlinge vom »Vorzugslager...
Page 9 - Bis Dezember 1944, als der neue Kommandant Josef Kramer das Kapo-System mit zumeist »kriminellen« Häftlingen im gesamten Lagerkomplex von Bergen-Belsen einführte, waren auch die Funktionshäftlinge der mit jüdischen Häftlingen belegten Lagerteile ausnahmslos Juden.
Page 8 - Austauschhäftlinge« hatten die seit Sommer 1943 nach Bergen-Belsen deportierten Juden zunächst mehr Möglichkeiten zu kulturellen Aktivitäten, als dies gerade bei jüdischen Häftlingen in anderen Konzentrationslagern der Fall war.

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