Ästhetische Autonomie als Abnormität: Kritische Analysen zu Schopenhauers Ästhetik im Horizont seiner Willensmetaphysik (Google eBook)

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Walter de Gruyter, Jan 1, 1996 - Philosophy - 430 pages
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Review text: "Barbara Neymeyr hat damit eine neue Interpretation des Verhältnisses von Willen und Intellekt entwickelt, die dem dualistischen Ansatz, auf dem das Postulat einer ästhetischen Autonomie des Intellekts basiert, durch das Zurückgreifen auf den fundamentalen Willensmonismus die Geltung streitig macht." Gezeigt wird, "daß die These u.a. zu einer neuen Lektüre der Beziehung Schopenhauers zu Kant auf dem Gebiet des Ästhetischen führt. Heideggers Polarisierung der Theorien Kants und Schopenhauers erscheint demgemäß in einem neuen Licht. Seine Interpretation ist nicht genügend offen für die grundlegenden Ambivalenzen der Schopenhauerschen Ästhetik [...]. Barbara Neymeyr zeigt, wie unterschiedliche Traditionsmuster diese Ästhetik prägen, wobei der Platonismus die Ausgangsposition liefert für Komponenten, die sich nicht harmonisch mit Kantischen Denkansätzen vereinen lassen. Auch Nietzsches Kritik an Schopenhauers ästhetischer Kontemplation wird von der Autorin unter den neuen, von ihr entwickelten Voraussetzungen beurteilt. Alles in allem ein Buch, das fortan zum Grundbestand der Schopenhauer-Rezeption zählen dürfte. [...] Das Hauptverdienst besteht wohl darin, daß es den einzelnen, häufig grundsätzlich untereinander divergierenden Thesen Schopenhauers mit größter Sorgfalt Rechnung trägt und zugleich ein kohärentes Schema entwickelt, das sie zu umfassen und aufzunehmen vermag."Georges Goedert in: Philosophisches Jahrbuch 108/2001 "[...] eine fulminante und sprachlich ausgereifte Auseinandersetzung mit Arthur Schopenhauers ästhetischen Grundsätzen [...]. Man wird in Zukunft an diesen Erörterungen und differenziert vorgetragenen Argumenten nicht vorübergehen können."Wolfgang von Löhneysen in: Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine Kunstwissenschaft 44/1999 "Barbara Neymeyr's thorough and well-informed reading of Schopenhauer's aesthetics continues this trend toward a systematic Schopenhauer interpretation.
  

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Contents

1 Negativität als Charakteristikum spezifisch ästhetischer Willensfreiheit
3
2 Der Stellenwert objektiven Interesses im Hinblick auf das Postulat ästhetischer Interesselosigkeit
19
3 Metavoluntative Komponenten des ästhetischen Intellekts
33
4 Die Problematik von Spontaneität und Rezeptivität in ästhetischer Einstellung
45
5 Die autonomheteronome Doppelnatur des Intellekts als Ursprung seiner expandierenden Abnormität
67
6 Selbstbewußtsein und Selbstverleugnung als Faktoren eines ästhetikinternen Konflikts
87
B Schopenhauers Ästhetik der Willenlosigkeit im Verhältnis zu seiner Philosophie des Willens
105
7 Die Positivität der Willenstheorie als Fundament ästhetischer Negativität
107
13 Schopenhauers Ästhetik im Verhältnis zu Nietzsche Kant und Platon
215
14 Das Genie als Hermaphrodit? Zur Problematik ästhetischer Fertilitätsmetaphorik
265
15 Die Funktion der Phantasie als Spontaneitätsfaktor
287
16 Die Differenz zwischen Kunstschönem und Naturschönem
295
17 Die Architektonik von Schopenhauers Hierarchien ästhetischer Objekte
315
18 Der Sonderstatus der Musikästhetik
335
19 Die Inferiorität der Lyrik in Schopenhauers Dichtungstheorie
351
20 Die Problematik der Relation zwischen Schönem und Erhabenem
365

Zu ambivalenten Strukturen in Schopenhauers Willenstheorie
129
Die Plazierung ästhetischen Glücks zwischen Sorge und Langeweile
139
10 Ästhetische Ataraxie als Therapeutikum für den Willen?
149
11 Problematische Aspekte der SubjektObjektKorrelation in ästhetischer und voluntativer Einstellung
167
12 Metavoluntarismus des Ästhetischen Metaästhetizismus des Voluntativen?
177
C Einzelaspekte und Spezialprobleme in Schopenhauers Ästhetik
213
21 Der ungeklärte Status des Trauerspiels als Kunst oder Erhabenes
387
22 Das Verhältnis der Ästhetik zur Ethik
409
Literaturverzeichnis
425
Personenregister
429
Copyright

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