Mikrokosmus: Ideen zur Naturgeschichte und Geschichte der Menschheit : Versuch einer Anthropologie, Volumes 1-2 (Google eBook)

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S. Hirzel, 1896 - Mechanism (Philosophy)
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Page 387 - Maße mit der einer andern zu vergleichen ist, so wenig wünscht das Weib als ein Beispiel neben andern zu gelten ; und wo der Mann gern im Dienste des Allgemeinen in die Menge Gleichgesinnter eintritt und in ihr untergeht, will das Weib als schönes, geschlossenes Ganzes, nur aus sich selbst verständlich, nur um der unvergleichlichen Eigenthümlichkeit seines individuellen Wesens willen gesucht und geliebt sein.
Page 200 - Die Vergleichung jener geistigen Erscheinungen nöthigt uns, wenn wir nicht irren, zu dieser letzteren Annahme. Betrachten wir die Seele nur als vorstellendes Wesen, so werden wir in keiner noch so eigenthümlichen Lage, in welche sie durch die Ausübung dieser Thätigkeit geriethe, einen hinlänglichen Grund entdecken, der sie nöthigte, nun aus dieser Weise ihres Aeusserns hinauszugehen und Gefühle der Lust und Unlust in sich zu entwickeln.
Page xv - Zugeständnisse machen, sondern darin, daß wir nachweisen, wie ausnahmslos universell die Ausdehnung, und zugleich wie völlig untergeordnet die Bedeutung der Sendung ist, welche der Mechanismus in dem Baue der Welt zu erfüllen hat.
Page 311 - Vollständigkeit angeboren; nur ein einziger Keim höherer Einsicht lag in uns, den wir unter der veränderlichen Gunst der Umstände in ein mehr oder minder klares oder verworrenes Gezweig entwickeln. Wir werden im Stillen erwarten, daß es auch mit den Grundlagen des sittlichen Lebens sich ähnlich verhalten möge. Ist der Mensch überhaupt bestimmt, erst durch eigene...
Page 293 - Nicht darin besteht die unbedingte Gültigkeit des Kausalgesetzes, dass jeder Teil der endlichen Wirklichkeit immer nur im Gebiete dieser Endlichkeit selbst durch bestimmte Ursachen nach allgemeinen Gesetzen erzeugt werden müsste, sondern darin, dass jeder in diese Wirklichkeit einmal eingeführte Bestandteil nach.
Page 174 - Wesensgemcinschaft mit ihnen gerückt zu werden, knüpft sich mit Unrecht gerade an die Frage, ob wir einer Gattung mit ihnen sind, oder nicht. Denn am Ende: wir haben doch die höhere Entwicklung; eben dieser Besitz ist der bleibende Unterschied zwischen uns und ihnen, und diese Kluft wird nicht größer oder kleiner, je nachdem sie für einen gencrischcn Unterschied, oder für die Wirkung einer verschiedenen Begünstigung gleicher Anlagen erklärt wird.
Page 201 - Welt erst lebendig ; keine Gestalt ist so spröde, in welche hinein nicht unsere Phantasie sich mitlebend zu versetzen wüßte.
Page 271 - Entwickelung, sondern überhaupt jede Anlage zu der Gestaltung des nächsten Augenblickes wird erst in dem jetzigen Augenblick durch den vorhandenen Gesammtzustand und die Summe der neu einwirkenden Bedingungen hervorgebracht. Aber so gewiss auch jeder zweite Schritt der Entwickelung nur dadurch gelingt, dass der bildsame Keim sich so, wie er durch den ersten Schritt verändert worden ist, der mitbestimmenden Kraft der Reize von neuem darbietet, so haben wir dennoch ein Recht, die ganze Reihenfolge...
Page 429 - Theil zu nehmen; jede Erregung des Einzelnen ist zugleich eine Erregung des ganzen Unendlichen, das auch in ihm den lebendigen Grund seines Wesens bildet...
Page 451 - Nirgends ist der Mechanismus das Wesen der Sache ; aber nirgends gibt sich das Wesen eine andere Form des endlichen Daseins, als durch ihn...

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