System der ethik: Thl. 2.Abthl. Die Lehre von der Rechts-sittlichen und religiosen Gemeinschaft, oder Die Gesellschaftswissenschaft. 1853. xxii, 494, [2] p (Google eBook)

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Dyk'sche Buchhandlung, 1851 - Ethics
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Page 347 - Sonderstellung der Staaten hindurch und über die eifersüchtige Spannung der Dynastieen oder der Nationalitäten hinaus wird immer tiefer das natürlich sittliche Gefühl der Völker sie zum Bewusstsein gemeinsamer, humaner Zwecke und zu einem Bunde der civilisirten Staaten hindrängen, welcher allmählig die ganze bewohnte Erde zu umfassen sucht, um die gleichen Grundsätze ergänzenden Wohlwollens gegen Alle auszuüben. Es ist die Stufe des Weltstaatenbundes, in welchem die Idee der Menschheit...
Page 203 - Das Höchste wäre: zu begreifen, daß alles Faktische schon Theorie ist. Die Bläue des Himmels offenbart uns das Grundgesetz der Chromatik. Man suche nur nichts hinter den Phänomenen: sie selbst sind die Lehre.
Page 75 - Aber in der negativen Einheit der Idee greift das Unendliche über das Endliche hinüber, das Denken über das Sein, die Subjektivität über die Objektivität.
Page 147 - Freiheitsstrafe setzte — sagt man*) — würde das Gesetz, welches das Leben schützt, nicht in seiner vollen Heiligkeit erhalten: also weit entfernt eine menschliche zu sein, würde sie im Gegentheil die Achtung vor dem Menschenleben verläugnen; sie wäre eine ungerechte Gesetzgebung.
Page 189 - Spinosisch.Hegel'sche — spekulative Weltansicht das Substantielle nicht in die Einzelwesen , sondern jenseits ihrer in den absoluten Geist, zu welchem sich die Individuen, als wechselnde, mithin wie entstandene, so auch vergängliche Accidentien, als vorübergehende Aktionen seiner immanenten Negativität verhalten. Diese historische Berichterstattung , so richtig sie ist , trägt jedoch nicht das Kleinste dazu bei, in der That zu erweisen, worauf es hier ankommt, nämlich die völlige Substanzlosigkeit...
Page 300 - Allgemein nimmt man an, dass die öffentlichen Aemter der Siegespreis der Parleikämpfe sind — also im Grunde ein grossartiges Bestechungssystem! Mancher Präsident hat in kurzer Zeit alle Stellen der Zoll...
Page 78 - als freie Gattung für sich selbst in die Existenz. Der Tod der nur unmittelbaren einzelnen Lebendigkeit ist das Hervorgehen des Geistes.
Page 379 - Vereinigung beider jedoch stellt die gelungene Tugendbildung dar. Sittliche Würde besitzt jeder von der sittlichen Idee in irgend einer Gestalt Ergriffene: sie kann nicht erworben werden als eine besondere Eigenschaft oder Zuthat. Sittliche Anmuth besitzt Keiner von Natur in vollendeter Weise: sie ist das stets Perfectible und im eigentlichen Sinne zu Erwerbende. Beide gehören daher nothwendig zusammen, und hier eben tritt das Vermittelnde der ästhetischen Cultur ein. *) „So wie die Anmuth der...
Page 170 - Todes , und auf jenen geheimnißvollen Ertrag angewiesen. Die Summe ihrer innern und äußern Werke, welche sie sich eingelebt — (und diesen seelisch-geistigen Proceß und die Selbstentwicklung daran erkannten wir als die Bedeutung des gegenwärtigen Lebens;) — ihre Leidenschaften und Strebungen, ihre Tüchtigkeiten wie Untugenden nimmt sie, als geistig eingebildete Gewohnheit oder Grundrichtung, mit sich fort. Das Selbstgefühl dieser Lebenssumme begründet damit eben zugleich den Seeleuzustand...
Page 291 - Da aber Pflicht und Verbindlichkeit überhaupt Begriffe sind, welche die objektive praktische Notwendigkeit gewisser Handlungen ausdrücken und zwei einander entgegengesetzte Regeln nicht zugleich nothwendig sein können, sondern, wenn nach einer derselben zu handeln es Pflicht ist, so ist nach der entgegengesetzten zu handeln nicht allein keine Pflicht, sondern sogar pflichtwidrig,- so ist eine Collision von Pflichten und Verbindlichkeiten gar nicht denkbar (obligationes non colliduntur).

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