Europa (Google eBook)

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Bibliographisches Institut, 1906 - Europe - 761 pages
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Popular passages

Page 50 - ... die Sonne gar nicht oder kaum durchdringt. Menschen und Tiere leiden unter Mattigkeit, Beklemmung und Unlust zu jeder Thätigkeit. Er schädigt auch die Vegetation, indem die Blätter vertrocknen, sich zusammenrollen und abfallen; tritt er zur Blütezeit der Olive oder des Weinstockes ein, so kann die ganze Ernte verloren gehen. Kein Monat ist frei von ihm, und er tritt im Juli mit denselben charakteristischen Eigenschaften auf, wie etwa im Januar. Am häufigsten ist er im April und überhaupt...
Page 57 - In der Steppe fällt das Maximum des Regens auf den Monat Juni. Die zwar bedeutenden Regenmengen des Juni haben jedoch keinen befruchtenden Einfluß auf das Erdreich, weil sie in Form von Gewittergüssen jählings herabstürzen und an der Erdoberfläche, ohne tiefer einzudringen, abfließen. Herbst und Winter sind arm an Niederschlägen, und überdies gestattet der in der Steppe herrschende Buran (Schneesturm) keine Ansammlungen einer tieferen Schneelage, weshalb auch die Schneeschmelze im Frühlinge...
Page 595 - Kohlenbezirlen und ihrer Umgebung. So häuften sich jetzt ungeheure Menschenmassen in früher einsamen Heide- und Wiesengegenden des Westens und Nordens an, denen gegenüber die Bevölkerung des fruchtbaren, aber an Mineralschätzen armen Ostens an Zahl zurücktritt, mit Ausnahme Londons und seiner Umgebung, das durch seine Lage der Haupthandelsplatz blieb, wenn ihm auch in einigen Häfen des Westens, besonders in Liverpool, bedeutender Wettbewerb erwuchs. An dieser glänzenden industriellen Entwicklung...
Page 162 - Die Rinnen vertiefen sich durch Auflösung mehr und mehr und erweitern sich am Grunde; die zwischen den Vertiefungen stehenden Riffe werden immer schmaler, schärfer, schneidender. Die begonnenen Unebenheiten steigern sich. So entstehen die kahlen, wilden, zerklüfteten Kalkflächen, die man in den Alpen .Karren', ,Schratten', .Lapiaz...
Page 155 - Woche heruntergefallen sind, sind schon wieder vielleicht 1 — 3 m weiter talwärts getragen worden, und die heutigen fallen nicht mehr auf die gestrigen, sondern unmittelbar hinter dieselben. So werden Schuttkegel und Schutthalden in stundenlange Schuttwälle, die auf der Seite des Gletschers ruhen und bis an sein Ende reichen, ausgezogen. Sie...
Page v - an Stelle der Einteilung des Stoffes nach sachlichen Kategorien ist die Einteilung nach geographischen Einheiten getreten, und es war mein Bestreben, die Einzelländer und innerhalb dieser die Einzellandschaften zu möglichst lebensvoller Darstellung zu bringen, namentlich die Beziehungen zwischen Natur und Mensch in der Gegenwart und in der geschichtlichen Vergangenheit in jeder Landschaft herauszuarbeiten." Fast ein Fünftel der 710 Seiten des stattlichen Bandes kommt auf eine knapp und klar geschriebene...
Page 57 - In der Steppe (Südrusslands) fällt das Maximum des Regens auf den Monat Juni. Die zwar bedeutenden Regenmengen des Juni haben jedoch keinen befruchtenden Einfluss auf das Erdreich, weil sie in Form von Gewittergüssen jählings herabstürzen und an der Oberfläche, ohne tiefer einzudringen, abfliessen.
Page 153 - Thale, umgeben von Schutt und Felsen, von grünen Alpweiden und sogar von Wäldern und Kornfeldern. Oft müssen wir erst einige Stunden lang auf seinem rauhen Eisrücken thalaufwärts steigen, bis wir sehen, woher er kommt.
Page 632 - Erdinnern aus verbunden; darauf füllt sich das Becken unter Aufschäumen bis zum Rande, und das siedende Wasser läuft über den sanft abfallenden Sinterkegel. Der Strokkr, dessen Niveau nicht bis an die Oberstäche gelangt und dessen Röhre bedeutend enger und kürzer ist als die des Geysir, hat gar keine Spontaneruption mehr.
Page 157 - Auf der Sammelgebietsfläche wird erst an einer Stelle, dann rasch um sich greifend auf weiterer Fläche der flimmernde Schnee wie lebendig, er rieselt herab, er wirbelt auf, wie ein gewaltiger Eturzbllch wirft er sich donnernd zur Tiefe.

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