Gemälde weiblicher Erziehung, Volumes 1-2 (Google eBook)

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C. F. Winter, 1857 - Women
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Page 75 - Diefs Gebiet ift der weiblichen Feder verboten, und mit Recht. Zwar fchreiben und lehren die Männer viel über weibliche Erziehung; aber das berechtigt uns nicht, über die Gränze zu gehen!
Page 68 - Windet zum Kranze die goldenen Aehren, Flechtet auch blaue Cyanen hinein! Freude soll jedes Auge verklären, Denn die Königin ziehet ein, Die uns die süße Heimat gegeben, Die den Menschen zum Menschen gesellt.
Page 48 - ... im Mädchen der herrische Mannssinn nicht aufkommen, wenn es auch Anlage dazu hätte. Sein Wesen soll sich zu weiser Biegsamkeit formen. Das ist bei stark ausgeprägten Naturen eine schwere Aufgabe der Erziehung, und gelingt nur, wenn man früh genug daran arbeitet. Nicht minder schwer ist die, die Kraft einer allzuweichen überzarten Natur zu erhöhen. Da giebt es der Mißgriffe ohne Zahl. Nicht selten wird durch Mißverstand des Erziehers der Eigensinn auf die Schwäche gepfropft, wo man Selbstständigkeit...
Page 148 - Das Bewußtsein der Naturgabe erhält das Gemüth des Weibes in schöner Demuth, eben weil es eine Gabe ist. Das an sich gerissene, mit Anstrengung und Studium sich angeeignete macht stolz und übermüthig, wenigstens im Weibe. Und die Leidenschaft, das Errungene zu erhalten und zu vermehren, nimmt Besitz vom ganzen Gemüth, und macht leicht Ekel an den taufend kleinen Dingen, die mit einander die schöne Häuslichkeit ausmachen.
Page 157 - Himmelsfunken : Glaube, Liebe und Hoffnung, in der Menschenbrust bewahren; Sie sollten sie der keimenden Menschheit, die Ihnen zunächst anvertraut ward, auf die unmittelbarste Weise, ohne Kunst und fast ohne Absicht, wie durch innere Nothwendigkeit, mittheilen. Da mußte aber Ihr ganzes Wesen davon durchdrungen sein.
Page 321 - Ja Emma, es entzückt mich der Gedanke: — Wer auch nur in einer Seele das Göttliche hervorgerufen und zu Leben und That entzündet hat, dessen Verschwinden aus den blühenden Auen des Lebens ist kein wirkliches Sterben, und was er der Erde läßt, ist mehr als sie ihm geben oder vergelten konnte.
Page 53 - Reife zurück ; fie werden unter der Aufficht des Arztes und der Erzieherin von den Mädchen gepflegt zu fichtbarer Entwicklung ihrer beffern Natur. „ Wo könnte fich auch der weibliche Charakter fchöner zeigen, als am Krankenbette? Hier wird ein echt weiblich Gemüth erkannt. Und wenn je ein weiblicher Orden ehrwürdig war, fo ift es der, deffen eigentlicher Beruf Krankenpflege war.
Page 54 - Männern mehr zu fodern sey, als von den gedrückten Frauen. Erz. Gemälde: „In dem Vater sehe das Kind den Repräsentanten des Wahren; in der Mutter den Inbegriff des Schönen und Guten; an beide soll es unbedingt glauben, so lange bis es selbst die Frucht vom Baum des Erkenntnisses brechen kann.
Page 24 - Wollt ihr Begierden, wollt ihr Trotz, wollt ihr Bitterkeit in eurer Kinder Seelen pflanzen, so zeigt ihnen nur vieles, was sie nicht haben dürfen. — Der...
Page 178 - Bildern ersüllt ist, kann auch das belehrende Wort hierüber zum verderblichen Funken werden, der, wenn er in solchen Zunder fällt, oft schnell zündet, und so, daß der heilige Ernst, mit dem das Wort gesprochen wird, ihn nicht zu löschen vermag. O ihr Mütter, wüßtet ihr es ganz, wie selig eine Kindheit ist, durchaus in lauterer Unschuld durchlebt, die weder im Wachen...

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