Buch 2. Untersuchungen auf Grund der aristotelischen Politie. Buch 3. Beilagen (Google eBook)

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Weidmann, 1893 - Constitutional law
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Page 351 - ... nur überhören, wer ihn nach dem Weltkrieg entweder überhaupt nicht oder nicht mit neu erschlossenen Sinnen las. Ein Urteil wie das von Wilamowitz („Aristoteles und Athen", 1893) : „Aristophanes war kein Politiker; weder eine tiefe sittliche Wirkung noch einen entscheidenden praktischen Anstoß wollte oder konnte sein Spiel geben. Er war ein Talent und kein Charakter, und sein Nachen fuhr dann am kecksten und graziösesten, wenn er den Wind der öffentlichen Meinung in dem Segel spürte",...
Page 215 - Philippos mache ich mich anheischig zu erweisen; nur sind es allerdings keine reden, sondern politische flugschriften, die letzte ein ebenso geschickter wie perfider Zeitungsartikel, bestimmt, den eindruck zu verwischen, den der sachlich und formell meisterhafte brief des Philippos machen...
Page 341 - Wenn die Athener aus dem theater kamen, konnten die anhänger des Ephialtes sagen: 'der alte meister ist für uns, er ist mit unsern gesetzen ganz zufrieden, sein Areopag ist auch nur eine heliaea.
Page 99 - Zeitalter" mit seinen heiteren dem Cultus der Schönheit hingegebenen Griechen, in der Mitte der Maecen oder Mediceer Perikles, die geistig ebenbürtige, ihm durch eine Gewissensehe verbundene Aspasia am Arme, ist eine Erfindung des deutschen romantischen Philhellenismus, hat aber so viel Wert wie Kaulbachs Blüte Griechenlands. Und Aspasia ist das widerlichste darin...
Page 179 - Die vergleichung der demosthenischen rede 39 mit der eines unbekannten 40 ist sehr lehrreich. Demosthenes führt eine schlechte sache und verliert sie, aber die rede ist sehr geschickt. Der andere Sachwalter hat eine, wie es scheint, gute sache ; den erfolg vermag ich nicht zu erkennen. Die sache war wol die. Der Politiker Mantias von Thorikos hatte eine ehefrau Plangon, die er liebte, von der er kinder hatte, die er aber doch verstiess, als ihr vermögen verloren gieng. Nun nahm er sich eine reiche...
Page 334 - •) U. v. Wilamowitz Aristoteles und Athen II 329ff.: Wer für Stilunterschiede empfänglich ist, dem muß der Abfall der sehr menschlich athenisch gehaltenen Prozeßszene von dem Epiloge in seiner strengen Schönheit und dem noch herb archaischen Prologe samt Parodos zum Bewußtsein kommen. Es ist ein Stück in polygnotischem Stile, während ringsum der Stil der strengen Schalenmalerei herrscht. Diese Athena und dieser Areopag sind 458 für den modern Empfindenden gedichtet, für die Vertreter...
Page 100 - Maecen oder Mediceer Perikles, die geistig ebenbürtige, ihm durch eine Gewissensehe verbundene Aspasia am Arme, ist eine Erfindung des deutschen romantischen Philhellenismus, hat aber so viel Wert wie Kaulbachs Blüte Griechenlands. Und Aspasia ist das widerlichste darin . . . Ich bin nicht so albern, dem toten Frauenzimmer zu grollen, aber man soll es lassen wie es ist, tot und ein Frauenzimmer. Leute, die ohne weibliches Parfum keine Geschichte riechen mögen und ihre Helden nicht menschlich finden,...
Page 100 - Helden nicht menschlich finden, wenn sie nicht unterweilen girren oder meckern, mögen Hamerling statt Thukydides lesen. Aber es ist kein kleines Zeichen von der Würde der attischen Geschichte, dass nur ein Weib in ihr vorkommt, das aber beherrscht sie: die Jungfrau von der Burg
Page 255 - Euktemon bringt seine anzeige vor usw die absieht des redners ist ausschließlich darauf gerichtet, den eindruck der peinlichsten genauigkeit zu erwecken, daher verweilt er bei jeder station, die ein antrag zu passiren hat, nicht weil auf sie in diesem falle etwas besonderes ankäme, sondern zum beweise, dafs keine Überschlagen ist. Die dritte stelle besitzen wir nicht mehr selbst, sondern lesen nur bei Harpokralion rtçoxeiçoiovia...
Page 351 - ... Kapitulation Athens vom Jahre 404 haben ihm Recht gegeben. Die stets wache Sorge auf dem Grunde seiner Tollheit kann nur überhören, wer ihn nach dem Weltkrieg entweder überhaupt nicht oder nicht mit neu erschlossenen Sinnen las. Ein Urteil wie das von Wilamowitz („Aristoteles und Athen", 1893) : „Aristophanes war kein Politiker; weder eine tiefe sittliche Wirkung noch einen entscheidenden praktischen Anstoß wollte oder konnte sein Spiel geben. Er war ein Talent und kein Charakter, und...

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