Kritische Würdigung der Vorschläge der Hartz-Kommission aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht

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GRIN Verlag, 2007 - 102 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich BWL - Personal und Organisation, Note: 1,4, Hochschule Offenburg (FB BWL), 43 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Am 16. August 2002, etwa funf Wochen vor der Bundestagswahl und somit inmitten der "heissen" Wahlkampfphase, legte die die in der Presse nach ihrem Vorsitzenden Dr. Peter Hartz benannte "Kommission fur moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" ihren Abschlussbericht vor. Ergebnis der sechsmonatigen Arbeit war ein 343 Seiten starkes Dokument, in dem in 13 Vorschlagen, den so genannten Innovationsmodulen, Anregungen zur Verbesserung und Neugestaltung der Arbeitsvermittlung gemacht werden. Die Reaktionen nahezu aller Beteiligter, die sich zu den Ergebnissen unmittelbar danach ausserten, wurden jedoch von den bevorstehenden Wahlen stark beeinflusst. Wahrend von der rot-grunen Bundesregierung mit markigen Spruchen Stimmung gemacht wurde ("Lieber mit Hartz der Arbeitslosigkeit zu Leibe rucken als zu Spath kommen"; Uberschrift einer Pressemitteilung der Grunen im August 2002, in Anspielung auf den damals in der CDU/CSU als zukunftiger Wirtschafts- und Arbeitsminister gehandelten Lothar Spath) kritisierte die Opposition, ebenso wie einige Arbeitgebervertreter, das Konzept als nicht weitgehend genug. Die Gewerkschaften erklarten zwar, dass sie sich Reformen nicht verschliessen wollten, zugleich gab es aber auch Stimmen, die sich radikal gegen die Vorschlage aussprachen. Allen diesen Betrachtungen gemein war eine uberaus oberflachliche Bewertung; tiefer gehende Analysen wurden im allgemeinen Wahlkampfgetose uberhort. Dabei war es gerade angesichts der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt von hoher Wichtigkeit, die Vorschlage der Kommission kritisch zu prufen und objektiv zu beurteilen. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt hierbei auf den betrieblichen, weniger auf den BA-internen, aufbauorganisatorischen Aspekten. Nach der Vorstellung der Kommissionsempfehlungen werden die Meinungen von Vert
  

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Page 4 - Harald Schartau (Minister für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie des Landes NRW), Wilhelm Schickler (Präsident des LAÄ Hessen), Hanns-Eberhard Schleyer (Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks).
Page 21 - ... und ihr Team wider. Ziel ist die Beschleunigung der Vermittlung, aber auch die Erreichung von Zielgruppen wie Jugendliche, Schwerbehinderte oder von Langzeitarbeitslosigkeit bedrohte Personen. Neue Zumutbarkeit. Die Zumutbarkeit wird nach geografischen, materiellen, funktionalen Kriterien und sozialen Kriterien neu formuliert und in Verbindung mit Freiwilligkeit und Pflichten konsequent umgesetzt. Die Zumutbarkeit ist auch in Abhängigkeit von der familiären Situation des Arbeitslosen zu bestimmen....
Page 47 - Besondere administrative Auflagen wie die Pflicht zu muttersprachlichen Arbeitsverträgen und die Pflicht zur Ausstellung von Kontrollmitteilungen • Wiedereinstellungsverbot (Verbot, einen AN kurz nach dessen Entlassung wieder einzustellen) vgl.: Bericht der Kommission, S.
Page 60 - Stellungnahme des DGB-Bundesvorstandes vom 15. August 2002 zu den Ergebnissen der Kommission "Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" (Hartz-Kommission) 106 vgl.: IG Metall: Stellungnahme zum Hartzpapier, S.
Page 77 - Die Verhandlungsposition ist ungleich, da der Arbeitsuchende, der nicht mitspielt, mit Sanktionen rechnen muss, während der Unternehmer autonom entscheidet, ob er das Angebot des Vermittlers annimmt oder...
Page 4 - Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes Dr. Jobst Fiedler Roland Berger Strategy Consultants Prof. Dr. Werner Jann Universität Potsdam Klaus Luft Geschäftsführer der Market Access for Technology Services GmbH Wilhelm Schickler Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen Prof.
Page 32 - Die vorgeschlagene Lohnversicherung im Rahmen der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung für ältere Arbeitnehmer würde zu einem Beitragsanstieg führen und ist...
Page 53 - AG zurückkehren darf, bei dem er während der letzten vier Jahre mehr als drei Monate beschäftigt war. Insgesamt wurde „durch das erste Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (.) das Recht der Arbeitnehmerüberlassung grundlegend reformiert," 7 allerdings nicht so, wie sich Hartz dies vorgestellt hat.

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