Schrift vom Staatswesen der Athener (Google eBook)

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K.J. Trübner, 1891 - Athens (Greece) - 108 pages
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Page 69 - Menge geführt hat. Denn über Alles hat der Demos selbst sich in eigener Person zum Gebieter gesetzt, weil die ganze Verwaltung durch Mehrheitsbeschlüsse und gerichtliche Entscheidungen bestimmt wird. Den Ausschlag in beiden giebt aber das Volk, seitdem auch die früher zur Kompetenz des Rates gehörige Gerichtsbarkeit auf die Volksgemeinde übergegangen ist.
Page 69 - S. 106 lesen wir wörtlich, nachdem alle Wandlungen der athenischen Verfassung von den ältesten Zeiten her aufgezählt sind: „Elftens diejenige Umgestaltung der Verfassung, welche nach der Rückkehr der Emigranten von Phyle sowie aus dem Peiraieus in Kraft getreten ist und von da ab bis zur Gegenwart beständig zu einer stetigen Mehrung der Befugnisse der grossen Menge geführt hat.
Page 1 - Es wird aber dabei mit dem griechischen Text ziemlich frei verfahren, so dass es an manchen Stellen zweifelhaft sein kann, welche Rekonstruktion desselben zu Grunde gelegt ist, an anderen zweifellos mehr hineingelegt ist, als das Original enthielt. So ist gleich im ersten Kapitel in dem Satze: »Die Angeklagten wurden schuldig befunden und sie und ihr ganzes Geschlecht zu lebenslänglicher Verbannung verurtheilt, selbst die Leichen derer, die im Kampfe gefallen waren, wurden aus den Gräbern gerissen«,...
Page 58 - ... den Vornehmen die, welche sich auf ihre Clubs stützten, und die Emigranten, welche nach dem Frieden zurückgekehrt waren, eine Oligarchie wünschten, und wieder andere, die zwar keinem Club angehörten, aber doch hinter keinem zurückstehen zu müssen glaubten, dem Wortlaut gemäss, die Verfassung der Väter (wie sie Solon gegeben) herstellen wollten. Zu den letzteren gehörten Archinos, Anytos, Kleitophon, Phormisios und viele andere, die Seele der Partei aber war Theramenes. Da jedoch Lysandros...
Page 57 - Folgendes: l ,Lysander setzte die Regierung der Dreissig in Athen ein, und das kam so. Eine der Friedensbedingungen war die, dass die Athener fortan nach der Verfassung ihrer Väter leben sollten. Diese allgemeine Bestimmung fassten die verschiedenen Parteien verschieden auf, indem die Demokraten die demokratische Verfassung zu halten suchten, während von den Vornehmen die, welche sich auf ihre Clubs stützten, und die Emigranten, welche nach dem Frieden zurückgekehrt waren, eine Oligarchie wünschten,...
Page 15 - Ansehn hab' ich dem Volke verliehn, soviel ihm gebührte, Seiner Würde gemäss, mehr nicht und weniger nicht. Doch den Mächtigen auch und die da prunkten im Reichthum, Ihnen auch klugen Bedachts gab ich nicht über Gebühr. Beiden stand ich zur Seite mit kräftig schützendem Schilde, Nimmer, nicht hier, nicht dort, gönnt
Page 1 - Der ganze Grundbesitz befand sich in der Hand einiger weniger reicher Leute, denen die verarmten Bauern mit Weib und Kind dienstbar waren".
Page 7 - 6) Als nun Solon von den Parteien unumschränkte Vollmacht bekommen hatte, ward er der Gesetzgeber seines Volkes und der Befreier des gemeinen Mannes, indem er für jetzt und für immerdar die Schuldsklaverei abschaffte. Zudem verfügte er einen allgemeinen Schuldenerlass, eine Entlastung, wie man es euphemistisch nannte (oeiodxöeio), die in gleichem Maasse die privaten wie die Staatsschuldner traf.
Page 17 - Zinspfahl festgefügt liab' ich gelöst, In Knechtschaft lagst du: nun hab' ich dich freigemacht. So manchen hab' ins gottgeschenkte Vaterland Ich heimgeführt, den Willkür oder hartes Recht In fremden Knechtdienst schickte. Mancher unmutsvoll, Entfloh dem Schuldherrn, irrte fern von Land zu Land, Der eigenen Sprache Laut vergessend, heimatlos.

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