Germania, Volumes 1-2 (Google eBook)

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Friedrich Heinrich von der Hagen
C.F. Plahn, 1836 - German literature
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Page 113 - Lebe glücklich, sagt' er. Ich gehe; denn alles bewegt sich Jetzt auf Erden einmal, es scheint sich alles zu trennen, Grundgesetze lösen sich auf der festesten Staaten, Und es löst der Besitz sich los vom alten Besitzer, Freund sich los von Freund: so löst sich Liebe von Liebe.
Page 116 - Der Rhapsode sollte als ein höheres Wesen in seinem Gedicht nicht selbst erscheinen, er läse hinter einem Vorhange am allerbesten, so daß man von aller Persönlichkeit abstrahierte und nur die Stimme der Musen im allgemeinen zu hören glaubte.
Page 99 - Deutschen selber führ ich euch zu in die stillere Wohnung, Wo sich, nah der Natur, menschlich der Mensch noch erzieht. Uns begleite des Dichters Geist, der seine Luise Rasch dem würdigen Freund, uns zu entzücken, verband. Auch die traurigen Bilder der Zeit, sie führ ich vorüber, Aber es siege der Mut in dem gesunden Geschlecht!
Page 100 - Es ist mir eine neue trostreiche Erfahrung, wie der poetische Geist alles Gemeine der Wirklichkeit so schnell und so glücklich unter sich bringt und durch einen einzigen Schwung, den er sich selbst gibt, aus diesen Banden heraus ist, so daß die gemeinen Seelen ihm nur mit hoffnungsloser Verzweiflung nachsehen können.
Page 113 - Uns gehört der Boden nicht mehr; es wandern die Schätze; Gold und Silber schmilzt aus den alten heiligen Formen; Alles regt sich, als wollte die Welt, die gestaltete, rückwärts Lösen in Chaos und Nacht sich auf, und neu sich gestalten.
Page 118 - Ihr erscheint mir heut' als einer der ältesten Führer, Die durch Wüsten und Irren vertriebene Völker geleitet. Denk' ich doch eben, ich rede mit Josua oder mit Moses.
Page 138 - Hierauf gehet dieser Mensch zu seinem Vater und vermeldet ihm, weil er ihn so oft sich zu...
Page 122 - So rennt und läuft nun ein jeder, Um den traurigen Zug der armen Vertriebnen zu sehen. Bis zum Dammweg, welchen sie ziehn, ist's immer ein Stündchen, Und da läuft man hinab...
Page 137 - In Alt-Mühl, einer Stadt im Oettingischen gelegen, hatte ein gar feiner und vermögender Bürger einen Sohn, welchen er oft zum Heyrathen angemahnet, ihn aber dazu nicht bewegen können. Als nun die Saltzburger...
Page 138 - Schickung darunter haben, dass es sowohl dem Sohne, als auch der Emigrantin zum besten gereichen könne, worauf sie endlich ihre Einwilligung geben, und es dem Sohn in seinen Gefallen stellen. Dieser gehet sofort zu seiner Saltzburgerin und fragt sie, wie es ihr hier im Lande gefalle? sie antwortet: 'Herr, gantz wohl.

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