Fragen und Bedenken über die nächste Fortbildung deutscher Speculation, Sendschreiben an E. Zeller mit Bezug auf dessen 'Geschichte der deutschen Philosophie seit Leibniz'. (Google eBook)

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F.A. Brockhaus, 1876 - Philosophy - 149 pages
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Page viii - Medizin), wie es eine Natur ist, die alle Dinge erzeugt und hervortreibt und in ihrer Freiheit allgewaltig beherrscht, so muß es eine den Menschen göttlich überwältigende Grundanschauung und Ansicht des Geistes sein, aus welcher alles, was göttlicher Art ist, in Wissenschaft und Kunst hervorgeht ; was nicht aus dieser entspringt ist eitel, ist Artefakt, ist menschliches, nicht Naturwerk.
Page viii - Das heilige Band, das die Dinge der Natur vereinigt, ohne sie zu unterdrücken, ist auch unter den Geistern möglich, und in dem Maß möglich, in welchem die Anschauung der Natur und des Universum in ihnen wiedergeboren wird.
Page 115 - Stelle davon abhängen, in welchem Grade es ihr gelingt, sich das Auge für die thatsächliche Beschaffenheit und den tiefer liegenden Zusammenhang der Dinge, für die subjektiven und die objektiven Elemente der Vorstellungen, für die natürlichen Ursachen und die idealen Gründe der Erscheinungen gleich offen zu erhallen. ^ Namenregister. <W» »»I gilßt« Ublcknitte «lr«i«I«n lst, gilbt da« Inh»l!«v«z«lchn!ß d»« nlh««.) Nt!t« «lU
Page 93 - Geist. Das Endliche der Geister ist kein wahrhaftes Sein, ist an ihm selbst die Dialektik sich aufzuheben, zu negiren; und die Negation dieses Endlichen ist die Affirmation als Unendliches, als an und für sich Allgemeines.
Page 73 - Um den Charakter und die eigentliche Signatur der philosophischen Gegenwart zu bezeichnen, genügt es lange nicht mehr, zur Unterscheidung ihrer Parteien der alten Formeln sich zu bedienen, des Gegensatzes etwa von Pantheismus und Deismus, von Dualismus und Monismus, oder nach der erkenntnistheoretischen Seite hin von Sensualismus und Intellektualismus, von Idealismus und Realismus, endlich von Dynamismus und Atomismus usw.
Page viii - Schelling sagt (Vorrede zu den Jahrbüchern der Medizin), wie es eine Natur ist, die alle Dinge erzeugt und hervortreibt und in ihrer Freiheit allgewaltig beherrscht, so muß es eine den Menschen göttlich überwältigende Grundanschauung und Ansicht des Geistes sein, aus welcher alles, was göttlicher Art ist, in Wissenschaft und Kunst hervorgeht ; was nicht aus dieser entspringt ist eitel, ist Artefakt, ist menschliches...
Page 23 - Gesetzmäßigkeit überhaupt, Abhängigkeit vom Schicksal; die Idee hingegen behauptet Selbstständigkeit des Geistes, Vollendung des unabhängigen Weltalls, Freiheit des Geistes, und eine lebendige Gottheit. Diesen Widerstreit...
Page 113 - Kant (l 832, 1869, 1 876 u. ö.); 1876, in einer seiner letzten Arbeiten, nimmt er Stellung zu seinem früheren20 Ausspruch, es sei wieder auf den „ehrlichen" Forschungsweg Kants zurückzukommen, und sagt: „Die nächste Folgezeit hat den Sinn dieses Ausspruchs sich angeeignet, und seitdem ist Kant von neuem der Ausgangspunkt kritischer Erforschung geworden, nicht um bei ihm stehen zu bleiben, sondern um sich zu orientieren über das gesicherte weitere Fortschreiten auf jener Grundlage30.
Page 73 - Bildung durchzustreiten hat, gipfelt definitiv — man bedenke dies wohl — in jener höchsten oder letzten Alternative: ob in der physischen wie in der moralischen Welt lediglich die blinde Nothwendigkeit eines zwingenden „Naturgesetzes" walte, also dasjenige, was man als „zwecklosen Zufall...
Page 74 - Naturgesetzes« walte, also dasjenige, was man als »zwecklosen Zufall« zu charaklerisiren das Recht hat, — oder ob im Gegentheil das sichtbare Universum, wie die innere Welt des bewußten Geistes nach ihrer gesammten Thatsächlichkeit, in letzter Instanz allein erklärbar und begreiflich werde durch die Annahme eines (irgendwie zu denkenden) absolut intelligenten Prineips.

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