Goethe's sämmtliche werke ... (Google eBook)

Front Cover
J. G. Cotta, 1850
0 Reviews
  

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Popular passages

Page 316 - Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen, Die Sonne stand zum Gruße der Planeten, Bist alsobald und fort und fort gediehen Nach dem Gesetz, wonach du angetreten. So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen, So sagten schon Sibyllen, so Propheten ; Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt Geprägte Form, die lebend sich entwickelt.
Page 23 - Und so lang du das nicht hast, Dieses : Stirb und werde ! Bist du nur ein trüber Gast Auf der dunklen Erde.
Page 32 - Daß du nicht enden kannst, das macht dich groß, Und daß du nie beginnst, das ist dein Los. Dein Lied ist drehend wie das Sterngewölbe, Anfang und Ende immerfort dasselbe, Und was die Mitte bringt ist offenbar Das was zu Ende bleibt und anfangs war. Du bist der Freuden echte Dichterquelle, Und ungezählt entfließt dir Well auf Welle.
Page 75 - Geh ich, so wird der Schade größer! Bleib ich, so wird es auch nicht besser. „Sei einmal ehrlich nur: Wo findest du in deutscher Literatur Die größte Verfänglichkeit?
Page 3 - Dort, im Reinen und im Rechten, Will ich menschlichen Geschlechten In des Ursprungs Tiefe dringen, Wo sie noch von Gott empfingen Himmelslehr in Erdesprachen Und sich nicht den Kopf zerbrachen; Wo sie Väter hoch verehrten, Jeden fremden Dienst verwehrten.
Page 81 - Übers Niederträchtige Niemand sich beklage; Denn es ist das Mächtige, Was man dir auch sage. In dem Schlechten waltet es Sich zu Hochgewinne, Und mit Rechtem schaltet es Ganz nach seinem Sinne. Wandrer! - Gegen solche Not Wolltest du dich sträuben? Wirbelwind und trocknen Kot Laß sie drehn und stäuben.
Page 301 - Die Mathematiker sind eine Art Franzosen : redet man zu ihnen, so übersetzen sie es in ihre Sprache, und dann ist es alsobald ganz etwas anders.
Page 4 - Was wär' ein Gott, der nur von außen stieße, Im Kreis das All am Finger laufen ließe! Ihm ziemt's, die Welt im Innern zu bewegen, Natur in Sich, Sich in Natur zu hegen, So daß, was in Ihm lebt und webt und ist, Nie Seine Kraft, nie Seinen Geist vermißt.
Page 4 - Im Innern ist ein Universum auch; Daher der Völker löblicher Gebrauch Daß jeglicher, das Beste was er kennt, Er Gott, ja seinen Gott benennt, Ihm Himmel und Erden übergibt, Ihn fürchtet, und wo möglich liebt.
Page 139 - WENN im Unendlichen dasselbe Sich wiederholend ewig fließt, Das tausendfältige Gewölbe Sich kräftig ineinander schließt, Strömt Lebenslust aus allen Dingen, Dem kleinsten wie dem größten Stern, Und alles Drängen, alles Ringen Ist ewige Ruh in Gott dem Herrn.

Bibliographic information