Gedichte (Google eBook)

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J.G. Cotta, 1873 - 328 pages
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Page 82 - A^er Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, "^ Da bleibe, wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus ! Wie die Wolken wandern am himmlischen Zelt, So steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt. Herr Vater, Frau Mutter, daß Gott euch behüt'!
Page 83 - Herberg, so lieg' ich zu Nacht Wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht ; Im Winde die Linde, die rauscht mich ein gemach, Es küsset in der Früh' das Morgenrot mich wach. O Wandern, o Wandern, du freie Burschenlust ! Da wehet Gottes Odem so frisch in die Brust, Da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt : Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!
Page 240 - Und der helle Morgenstern Sind Zeugen von seinem Lieben. Da zieht die Andacht wie ein Hauch Durch alle Sinnen leise, Da pocht ans Herz die Liebe auch In ihrer stillen Weise, Pocht und pocht, bis sich's erschließt Und die Lippe überfließt Von lautem, jubelndem Preise. Und plötzlich läßt die Nachtigall Im Busch ihr Lied erklingen, In Berg und Tal erwacht der Schall Und will sich aufwärts schwingen, Und der Morgenröte Schein Stimmt in lichter Glut mit ein: „Laßt uns dem Herrn lobsingen!
Page 240 - W!er recht in Freuden wandern will, Der geh' der Sonn' entgegen; Da ist der Wald so kirchenstill, Kein Lüstchen mag sich regen; Noch sind nicht die Lerchen wach, Nur im hohen Gras der Bach Singt leise den Morgensegen.
Page 275 - Daß Liebe brechen mag: Mir war's, als sei verschwunden Die Sonn
Page 277 - Blüten steht; Ihr wißt nicht, welch ein Paradies Mit diesem Traum verloren geht. Es brach schon manch ein starkes Herz, Da man sein Lieben ihm entriß, Und manches duldend wandte sich Und ward voll Haß und...
Page 136 - Ich fand nicht Schlaf auf meinem Pfühl, Mein Sinn ward trüb und trüber; Da schritten die Tage der alten Zeit Zu langem, langem Zug gereiht Wehklagend mir vorüber: „Du hattest den Lenz und du hast ihn entlaubt, Du hattest das Heil und du hast nicht geglaubt, Du hattest ein Herz zum Lieben, Du hast es vertändelt mit eitlem Schein; Nun bist du zuletzt allein, allein Mit deinem Iammer geblieben.
Page 82 - ... wandern am himmlischen Zelt, So steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt. Herr Vater, Frau Mutter, daß Gott euch behüt'! Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Page 3 - Und an den Hügeln wandelt Ein hoher Schatten her Mit Schwert und Purpurmantel, Die Krone von Golde schwer. Das ist der Karl, der Kaiser, Der mit gewalt'ger Hand Vor vielen hundert Iahren Geherrscht im deutschen Land.
Page 157 - Aber dann wie ferner Donner Rollt es durch den Berg herauf, Und der Kaiser greift zum Schwerte, Und die Ritter wachen auf. Laut in seinen Angeln dröhnend Tut sich auf das ehrne Tor: Barbarossa mit den Seinen Steigt im Waffenschmuck empor.

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