Die Faciesentwicklung der südbayerischen Oligocänmolasse (Google eBook)

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C. Wolf, 1906 - Facies (Geology) - 68 pages
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Ablagerung Ammer Ammertal Antiklinale Ästuarien Ästuariums Bad Sulz bathymetrischen bathymetrischen Zonen Bausteinzone bekannt Beschaffenheit bilden Bildung Böbinger brackische Brackwasser Cyrenen Cyrenen-Mergel Cyrenen-Schichten daselbst Dauergesteine Entstehung Erscheinungen Facies Facies-Typen flachen Flachsee Flüsse Foraminiferen fossilen Wellenfurchen Gebiete geognostischen Jahresheften geologischen Gesteine Gesteinsbänke grosse Grube Peissenberg Gümbel Hangenden häufig Hauptzug der Konglomerate Haushamer Haushamer Mulde Hohenpeissenberg insbesondere Karte Kohlenfeldes Kohlenflötze kohlenführenden Konglomeratbänke Konglomerate Kriechspuren Küsten Lagerung der Peissenberger lateritisch Lechbruck Leitzach Leitzachtal letzteren Liegenden limnischen Mächtigkeit marinen Meeres Meeresmolasse Mergel Miesbach Mollusken München nördlich normale Lagerung oberbayerischen Kohlenreviere obere bunte Molasse oberen Cyrenen-Schichten oberen Glassandes oberoligocänen Oberseite oligocänen Peissen Peissenberg Peissenberger Flötze Penzberg Petrefakten Platten Profil Promberger Promberger-Schichten Psammiten quarzigen Leitschichten Ripplemarks Rothpletz Salzgehalt Sand sandigen Sandstein Saulgrub Schichten Schichtenfolge Schichtenkomplex Schlamm Sedimente seichteren sowie Steinbruch Strand südbayerischen Oligocänmolasse südlich Süsswasser Tatsache Teilen Tiefe Tiefsee Tiefseeton tonigen Trockenrisse typischen Wellenfurchen überkippt unserer Unterseite Verflächen Verhältnisse verschiedene Vorkommen Walther Wasser Weithofer

Popular passages

Page 65 - Rothpletz versuchte Gleichstellung der oberen und unteren bunten Molasse ist insbesondere aus stratigraphischen Gründen nicht zulässig und steht überdies mit den unter Punkt I angeführten Sätzen im Widerspruch. Was er auf den fossilen Wellenfurchen des Peißenberges für Kriechspuren hält, sind problematische Fossilien ohne Beweiskraft, und was er für kleine Sandhügel deutet, sind in Wirklichkeit Vertiefungen, welche auf der Oberfläche des Schlammsandes durch aufsteigende Gasblasen entstanden...
Page 11 - Rolle spielen, sind für die ontologische Methode, bei der wir aus den Erscheinungen der Gegenwart die Vorgänge der Vergangenheit zu ergründen suchen, aus dem Sein das Werden erklären, die sogenannten Dauerfossilien nach Walther [(18) S. XXVIII] am wichtigsten, deren langlebige Geschlechter bis in die Gegenwart reichen. Aus der...
Page 19 - S. 780] und es ist eine Tatsache von fundamentaler Bedeutung, daß benthonische Meerespflanzen, selbst wenn sie in der diaphanen Region der Flachsee reich entfaltet sind, doch in der benachbarten Tiefsee nicht zur Ablagerung gelangen. Auch in der Sargassumsee ist der Boden des Atlantik nicht von Humuslagern, sondern von feinem Bimssteinschlamm bedeckt. Es hängt dies mit den Lufträumen zusammen, die alle...
Page 8 - ... dieselbe aus Konglomeraten und aus Sandsteinen mit fossilen Landpflanzen sowie mit Steinkohlenflözen und besitzt in diesem Zustande eine terrestrische Fazies. Weiter nach dem Mississippi zu werden zunächst die unteren Konglomerate und Sandsteine, noch weiter nach Westen auch die oberen, an Kohlenflözen reichen Sandstein- und Schieferkomplexe durch Kalkstein mit Resten von Meeresbewohnern vollständig verdrängt, wodurch die Formation eine marine Fazies erhält. - Auch in Europa ist die Karbonformation...
Page 59 - Wellenfurchen des Peißenberges und ihre Bedeutung für den dortigen Bergbau hat. zuerst 1904 Professor Dr. A. Rothpletz beschrieben [(35)]. In der Grube Peißenberg kennt man fossile Wellenfurchen schon seit 1897. Sie wurden dort keineswegs von mir zuerst beobachtet. Die Beschaffenheit der ersten Aufschlüsse war übrigens nicht eine derartige, daß man daraus mit voller Sicherheit auf die Oberoder Unterseite der Bank hätte schließen können. Erst...
Page 64 - Oligocänmolasse noch quarzige Leitschichten vor, die sich durch ihr eigenartiges Detritusmaterial von den übrigen Molasseschichten unterscheiden, über das ganze Kohlenrevier verbreitet und an bestimmte Horizonte gebunden sind. Hierzu zählen die Quarz kong lomerate der Bausteinzone und die Doppellage der Glassande.
Page 64 - ... seine Fossilarmut und seinen Mangangehalt als eine Ablagerung der Tiefsee gekennzeichnet ist. B. Die Cyprinen-Schichten oder die an marinen Petrefakten reichen Ablagerungen der Flachsee. Beide Faziestypen bilden zusammen die untere Meeresmolasse und besitzen nicht mitteloligocänes , sondern gleich den folgenden oberoligocänes Alter.
Page 26 - Salzgehalt l'OOö — 1'010°/0 beträgt; aber ein kleiner Rest wird selbst in sehr salzreichem Wasser noch suspendiert erhalten und kann fern von der Küste zum Absatz gelangen. Insofern nicht mechanische Ablagerungen in Betracht kommen, erfolgt die Ausscheidung der Substanzen aus dem Meerwasser nach ihrem Löslichkeitsverhältnisse. Im ursächlichen Zusammenhange mit obigen Vorgängen steht die Tatsache, daß der Kontinentalschlamm im allgemeinen nur einen Saum um die Festländer bildet [(18) S.
Page 5 - Überflächengestalt der Landschaft leuchten die Jung-Endmoränen des Inn-, Isar- und Lechgletschers heraus und die alten Stammbecken weisen hie und da noch wohlerhaltene Teile typischer Drumlingürtel auf, so namentlich südwestlich von Würmsee mit einer Deutlichkeit der Formen und Klarheit ihrer Anordnung, wie man sie nördlich der Ostalpen nirgends wieder findet [(29) S. 190]. Überall erkennen wir die Spuren der zerstörenden, aufbauenden und nivellierenden Kraft des Wassers, die den fluvioglazialen...

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