Der Tango im Werk Julio Cortázars: eine Tangoreise durch seine Literatur

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Diplomica Verlag Gmbh, 2008 - Language Arts & Disciplines - 82 pages
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Ausgehend von u erungen Julio Cort zars legt Viviana Alvarez-Sch ller dar, dass Tangozitate in seinem literarischen Werk eine gr ere Rolle spielen als bislang vermutet. Dank beeindruckender Tango-Kompetenz nimmt sie den Leser mit auf eine sehr aufschlussreiche intertextuelle Spurensuche. Dabei erliegt sie nie der Versuchung, die Bedeutung des Tangos in Cort zars fiktionalem Kosmos ber Geb hr zu vergr ern. Sie zeigt die ambivalente Haltung Cort zars der dominanten Popul rmusik seiner Heimat gegen ber: W hrend er sie einerseits kritisch als effektives Mittel peronistischer Kulturpolitik betrachtet, w rdigt er sie andererseits als pr gnantes Symbol moderner Argentinit t. Eine kritische Sicht des Tangos zeichnet sich vor allem in seinem Fr hwerk ab. In der Erz hlung Las puertas del cielo (1951) erscheint er als Musik der mit monstr sen Z gen versehenen cabecitas negras, entfaltet aber eine derartige Wirkung, dass er sogar den milieufernen Erz hler in seinen Bann zu schlagen vermag. Gegen die in manchen Tangotexten geforderte Anpassung an die herrschenden Verh ltnisse ("no te met s") wenden sich zwei Gedichte aus der gleichen Werkphase, die im R ckgriff darauf zur Trauer ber das Argentinien Per ns animieren. Aber auch noch in der sp ten Erz hlung La escuela de noche wird der Tango als Lockmittel f r eine totalit re Ideologie verwendet, die angesichts staatlich-milit rischer Vereinnahmung des Einzelnen mit Le Peras Silencio Schweigen gebietet. In Cort zars sp terem uvre steht der Tango allerdings auch f r die aus r umlicher und zeitlicher Ferne betrachtete, wenn nicht ersehnte Welt von Buenos Aires: "Me junta mis dos mundos," bekennt der Pariser Exilant in seinem kaum bekannten Buch Monsieur Lautrec. In einem der in Salvo el crep sculo gesammelten und teilweise vom Cuarteto Cedr n vertonten Gedichte wird etwa die in Mano a mano besungene verlorene Geliebte durch die auf der anderen Seite des Atlantiks zur ckgelassene Privatbibliothek ersetzt. Und in verschiedenen E

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