Friedrich Heinrich Jacobi's Werke, Volume 5 (Google eBook)

Front Cover
Nabu Press, Nov 3, 2011 - History - 532 pages
1 Review
This is a reproduction of a book published before 1923. This book may have occasional imperfectionssuch as missing or blurred pages, poor pictures, errant marks, etc. that were either part of the original artifact, or were introduced by the scanning process. We believe this work is culturally important, and despite the imperfections, have elected to bring it back into print as part of our continuing commitment to the preservation of printed worksworldwide. We appreciate your understanding of the imperfections in the preservation process, and hope you enjoy this valuable book.++++The below data was compiled from various identification fields in the bibliographic record of this title. This data is provided as an additional tool in helping to ensure edition identification: ++++ Friedrich Heinrich Jacobi's Werke, Volume 5; Friedrich Heinrich Jacobi's Werke; Friedrich Von Roth Friedrich Heinrich Jacobi, Johann Georg Hamann, Friedrich von Roth, Friedrich Koppen G. Fleischer, 1820
  

What people are saying - Write a review

User Review - Flag as inappropriate

JW 2

Selected pages

Popular passages

Page 55 - Nicht eine alle Wunder vertilgende Wissenschaft, sondern ein neben der Wissenschaft bestehender, ihr unüberwindlicher Glaube an ein Wesen, welches nur Wunder thun kann und auch den Menschen wunderkräftig schuf, — der Glaube an Gott, Freiheit, Tugend und Unsterblichkeit ist das Kleinod unseres Geschlechtes; er ist das unterscheidende Merkmal der Menschheit, er ist...
Page 297 - Erscheinungen, imgleichen das, was der inneren Anschauung zum Grunde liegt, ist weder Materie, noch ein denkend Wesen an sich selbst , sondern ein uns unbekannter Grund der Erscheinungen, die den empirischen Begriff von der ersten sowohl, als zweiten Art an die Hand geben.
Page 55 - Glaube ist die Abschattung des göttlichen Wissens und Wollens in dem endlichen Geiste des Menschen. Könnten wir diesen Glauben in ein Wissen verwandeln, so würde in Erfüllung gehen, was die Schlange im Paradiese der lüster« nen Eva verhieß: wir würden seyn wie Gott.
Page 217 - Ich bin alles und ausser mir ist im eigentlichen Verstande nichts. Und ich, mein Alles, bin denn am Ende doch auch nur ein leeres Blendwerk von Etwas; die Form einer Form; gerade so ein Gespenst, wie die andern Erscheinungen, die ich Dinge nenne, wie die ganze Natur, ihre Ordnung und ihre Gesetze.
Page 300 - Es ist also der Verstand nicht bloß ein Vermögen, durch Vergleichung der Erscheinungen sich Regeln zu machen: er ist selbst die Gesetzgebung für die Natur, di ohne Verstand würde es überall nicht Natur, di synthetische Einheit des Mannigfaltigen der Erscheinungen nach Regeln geben: denn Erscheinungen können, als solche, nicht außer uns stattfinden, sondern existieren nur in unserer Sinnlichkeit.
Page 175 - Ich erfahre, daß ich bin und daß etwas außer mir ist, in demselben u nie ii baren Augenblick; und in diesem Augenblick leidet meine Seele vom Gegenstande nicht mehr, als sie von sich selbst leidet. Keine Vorstellung, kein Schluß vermittelt diese zwiefache Offenbarung. Nichts tritt in der Seele zwischen die Wahrnehmung des Wirklichen außer ihr und des Wirklichen in ihr.
Page 54 - ... durch Wissenschaft dem Wunder ein Ende zu machen, den „ Himmel seiner Götter zu berauben, das Weltall zu entzaubern „vermochte. Aber auch diese Bewunderung, die alleinige des „menschlichen Erkenntnissvermögens, würde verschwinden, „wenn es einem künftigen Hartley, Darwin, Condillac oder „Bonnet wirklich gelänge uns eine Mechanik des menschlichen „Geistes vor Augen zu legen, die eben so allumfassend, be„greiflich, einleuchtend wäre, als die newtonische des Him„mels. Wir würden...
Page 334 - Begreiffen, könne dies ein jeder; und daß es noch keiner öffentlich gesagt hätte mit aller Bündigkeit und Schärfe, die ein solcher Gegenstand gelitten und verdient, unter so vielen die den dringendsten Beruf dazu gehabt...
Page 288 - Denn es ist umsonst, daß du dem Armen sagest : Es ist ein Gott, und dem Waislein : Du hast einen Vater im Himmel. Mit Bildern und Worten lehrt kein Mensch den andern Gott kennen.
Page 294 - That, wenn man äussere Erscheinungen als Vorstellungen ansieht, die von ihren Gegenständen, als an sich ausser uns befindlichen Dingen, in uns gewirkt werden, so ist nicht abzusehen, wie man dieser ihr Dasein anders, als durch den Schluss von der Wirkung auf die Ursache erkennen könne, bei welchem es immer zweifelhaft bleiben muss, ob die letztere in uns oder ausser uns sei.

References to this book

Bibliographic information