Ueber Alterthuemer des tindischen Archipels (Google eBook)

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1859
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Page 100 - Statuen grösstentheils nicht mehr vorhanden sind. Nur das Innere des nördlichsten der Tempel, zu denen Treppen hinaufführen, enthält einen Altar. Der Boden der übrigen (in denen man, so scheint es, Nachgrabungen veranstaltet hat) ist mit Wasser angefüllt, welches in dem einen 5 FUSS tief war. Offenbar ist auf das Aeussere der Tempel viel grössere Zier verwendet, als auf das Innere. Zahlreich vorspringende Ecken und Gesimse mit reicher Sculptur und in schönster Symmetrie, viele Nischen in...
Page 99 - TelagaT rus vorschiebt. Er ist an seinen 4 Ecken von 4 kleineren Tempeln umgeben, von denen ein Paar schon ganz in Trümmern liegen. Seine Pforte ist nach Osten gerichtet. Dieser, obgleich keiner der grössten, doch sicher einer der schönsten, am besten erhaltenen und reich mit Ornamenten beladene Tempel Java's kann in seiner Pracht, die durch das ehrwürdige Kleid grauen Alterthums hindurchschimmert, auch durch die weitläuftigste Beschreibung dem Leser doch nur unvollkommen vorgestellt werden....
Page 102 - Gesicht. Solches in Stein gehauenes Siwa- Gesicht befindet sich über dem Portale eines der vielen in Ruin verfallenen Tempel von M o dj op ah i t. Man trifft diese höchst bezeichnenden Gesichter von Siwa in seiner grausamen Gestalt als Vertilger auf Java nicht nur über den Pforten fast aller jener Tempel an, die vor 5 bis 600 Jahren den Brahmanischen Göttern geheiligt waren, die nun aber zum grössten Theile in Trümmern liegen, sondern man findet sie auch, in Gyps ausgedrückt, über den Thüreingängen,...
Page 100 - Gebüsch begränzt sind. Die Morgen -Sonne hat soeben ihre Strahlen über die Firste der Gunung-Prau, der selbst noch im Dunkel liegt, herabgesenkt, die Nebeldecke des Plateau gehoben und erleuchtet nun der Tempel ehrwürdiges, altergraues Gestein. Dunkel, fast schwarz und grell vom Licht getrennt, werfen sie in der reinen Luft dieser Höhen ihre langen Schatten auf die Grasflur. Von jenseits herüber schimmern die bräunlichen Hütten Diengs, „LassfEurem Kerzen die Bitte um Vernichtung Eurer tliierisehen...
Page 99 - Oeffnung eine schmale Pforte, ist bei allen 4 nach Westen gerichtet, die des Wachthäuschens aber nach Osten. Ihr innerer Raum ist einfach und verschmälert sich oben, indem die Würfelsteine gleich einer umgekehrten Treppe nach innen vorspringen, pyramidalisch. An den inneren sowohl als äusseren Wänden befinden sich Nischen, deren Statuen grösstentheils nicht mehr vorhanden sind. Nur das Innere des nördlichsten der Tempel, zu denen Treppen hinaufführen, enthält einen Altar. Der Boden der übrigen...
Page 99 - Eeihe der 4 Tempel ist genau von Norden nach Süden gerichtet und die Tempel selbst sind 20 bis 25 FUSS hoch. Sie sind aus kubischen, sorgfältig geglätteten Steinen erbaut, von ein und derselben Lavaart, die bläulich -lichtgrau von Farbe und von vielen kleinen Poren (Blasenräumen) durchzogen ist. Diese Würfel sind ohne Kitt und Mörtel zusammengefügt und passen so genau in einander-, dass man nicht im Stande ist, ein Federmesser zwischen die Fugen zu stecken. Ihre einzige Oeffnung eine schmale...
Page 101 - Frommen schallte im Echo von den Bergwänden zurück. Aber so wie vordem die Lava erkaltete und das Feuermeer endlich zur Grasflur wurde, so verschwand auch wieder diese Gesellschaft von Menschen; nach nochmals tausend Jahren verhallte ihr Ruf, und nur das Werk ihrer Hände, aus dieser Lava gebaut, steht dort verwittert und zerfallen vor uns • — ein Räthsel, — ein Traum von Stein. Dem Schicksale der Tempel fremd, blicken die jetzigen Bewohner nur mit Staunen auf sie hin, sie verwenden ihre...
Page 99 - Tempel ist der best erhaltene auf dem ganzen Plateau. Er steht zwischen noch nicht ganz vertilgter Waldung auf dem niedrigen, flachen Kücken, der sich am Ostfusse des Gunung-Panggonan zungenförmig zwischen das Südende des Plateau' s in den TelagaTrus vorschiebt. Er ist an seinen 4 Ecken von 4 kleineren Tempeln umgeben, von denen ein Paar schon ganz in Trümmern liegen. Seine Pforte ist nach Osten gerichtet. Dieser, obgleich keiner der grössten, doch sicher einer...
Page 84 - ... Finsterniss. Diese sind *) Koran, Sura CXII. bestimmt zum höllischen Feuer und sollen darin ewig verbleiben*)." „Gott ist der Schöpfer Himmels und der Erde; Er weiss Alles, was in euren Seelen verborgen und offenbart ist. Gott wird darüber Rechenschaft fordern und Er wird Vergebung ertheilen, wem Er will, und strafen, wen Er will, denn Gott ist allmächtig**).
Page 100 - ... oben, indem die Würfelsteine gleich einer umgekehrten Treppe nach innen vorspringen, pyramidalisch. An den inneren sowohl als äusseren Wänden befinden sich Nischen, deren Statuen grösstentheils nicht mehr vorhanden sind. Nur das Innere des nördlichsten der Tempel, zu denen Treppen hinaufführen, enthält einen Altar. Der Boden der übrigen (in denen man, so scheint es, Nachgrabungen veranstaltet hat) ist mit Wasser angefüllt, welches in dem einen 5 FUSS tief war.

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