Gottfried Benn "Mann und Frau gehen durch die Krebsbaracke" - Die Ästhetik der Hässlichkeit im Gedicht

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Bod Third Party Titles, 2008 - Ugliness in literature - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Dieses Zitat eines unbekannten Verfassers kreuzte zufallig meinen Weg, als ich mich inmitten der Sichtung - verschuttet durch Papierstosse und Bucherstapel - von Sekundarliteratur zu Gottfried Benn befand. Es war eine gekonnte Anmoderation eines einschlagigen TV Lifestyle Magazines, das im Hintergrund lief. Im Normalfall sollte man nicht meinen, irgendeinen Nutzen, ja Niveau- und Gehaltvolles, aus solchen Sendungen ziehen zu konnen. Doch genau diese Tatsache war es, die mir eine ungeahnte, plotzliche Brucke zwischen unserem heutigen Alltag und der Thematik in Benns Gedicht Mann und Frau gehen durch die Krebsbaracke" schlug. Wenn wir uns einmal vor Augen fuhren, welche Dinge Tag fur Tag das Interesse und die Aufmerksamkeit der meisten von uns auf sich ziehen, im Uberfluss beispielsweise nachzuprufen in einer der einflussreichsten Tageszeitungen Deutschlands, der BILD (Auflage v.ca. 3,8 Mio. Exemplaren pro Tag)1, oder eben solchen Feierabendmagazinen, dann wird schnell bewusst werden: Es ist das gleiche Phanomen, dem sich auch schon, mit einem gewissen redundanten Augenzwinkern, Gottfried Benn in seiner ersten expressionistisch - literarischen Phase bediente: Dem Erzwingen von Aufmerksamkeit und Wirkung durch Unschones, Ungluck, Tragik, Katastrophen, ja Hasslichem. Was findet den Weg auf die Titelblatter und spiegelt somit unser Interesse wieder ? Ein Artikel uber 40 Jahre glucklich verheiratete Prominente, oder die Schlagzeile uber einen hasslichen Rosenkrieg nach einem Jahr Ehe? Haben Sie schon einmal ein nur in etwa gleiches Mass an Aufmerksamkeit erlebt, als jemand einem behinderten oder alten Menschen in der Offentlichkeit half, oder sind Ihnen eher die Bilder von langen Staus und Menschenmassen in Erinnerung, als Sie das letzte Mal Zeuge eines schweren Unfalls w

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