Ehe versus Liebe in "De amore libri tres" und im Kontext der höfischen Liebe

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GRIN Verlag, 2008 - 56 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Klassische Philologie - Latinistik - Mittel- und Neulatein, Note: 1,00, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Klassische Philologie), Veranstaltung: Liebe und Sexualitat in den Texten des Mittelalters, 25 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Johann Wolfgang von Goethe wies einst darauf hin, dass wiederholte sittliche Spiegelungen [...] das Vergangene nicht allein lebendig erhalten, sondern sogar zu einem hoheren Leben empor steigern." So werde man der entoptischen Erscheinungen gedenken, welche gleichfalls von Spiegel zu Spiegel nicht etwa verbleichen, sondern sich erst recht entzunden," und man werde ein Symbol gewinnen, dessen was in der Geschichte der Kunste und Wissenschaften, der Kirche, auch wohl der politischen Welt sich mehrmals wiederholt hat und noch taglich wiederholt." Diese Abhandlung mit eben jenen tiefen Worten Goethes einzuleiten, scheint umso bedeutender, als die von ihm angesprochene, nie endende Spiegelung" historischer Zustande und Ereignisse sich auch in der vergleichenden Betrachtung der heutigen und mittelalterlichen Gesellschaft offenbart. Die folgende Behauptung mag kuhn klingen, jedoch scheint es nicht so abwegig wie manch einer vermuten konnte, dass das 20. und 21. Jahrhundert mit dem Hochmittelalter durchaus spiegelbildliche" Parallelen aufweisen. Andreas capellanus, der wahrscheinliche, aus Frankreich stammende Autor von De Amore Libri tres," wird generell auf eben jene Zeit, genauer gesagt gegen Ende des 12. Jahrhunderts, datiert - eine Zeit des Umschwungs, herbeigefuhrt durch die katholische Kirche in Europa. Die Einfuhrung des Zolibats im Jahre 1022 war bereits geschehen und die Erklarung der Ehe als siebtes Heiliges Sakrament stand bevor, ebenso wie 700 Jahre gewaltsamer Durchsetzung gottgegebener" Regeln durch die Kirche, deren Reichtum, Macht und Einfluss nicht nur Bauernschaft und Burgertum, sondern auch die wohlhabenden Schichten bis hin zum Hochad
  

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