Die sagen vom lebensbaum und lebenswasser: altorientalische mythen (Google eBook)

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E. Pfeifer, 1905 - Mythology, Assyro-Babylonian - 108 pages
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Page 13 - Ich weiß, daß ich hing am windigen Baum Neun lange Nächte, Vom Speer verwundet, dem Odhin geweiht, Mir selber ich selbst, Am Ast des Baums, dem man nicht ansehn kann, Aus welcher Wurzel er sproß. Sie boten mir nicht Brot noch Meth ; Da neigt ich mich nieder Auf Kunen sinnend, lernte sie seufzend : Endlich fiel ich zur Erde.
Page 12 - Eine Esche weiß ich, heißt Yggdrasil, Den hohen Baum netzt weißer Nebel ; Davon kommt der Tau, der in die Täler fällt. Immergrün steht er über Urds Brunnen.
Page 13 - Aus Odhrörir geschöpft. Zu gedeihen begann ich und begann zu denken, Wuchs und fühlte mich wohl. Wort aus dem Wort verlieh mir das Wort, Werk aus dem Werk verlieh mir das Werk.
Page 100 - Flügel, und mit diesen schoß er, so schnell er 7* konnte, durch den Spalt des Berges, füllte seine Kürbisflasche mit dem Wasser des Lebens und flog ebenso schnell wieder zurück, als sich dieser wieder öffnete. Er brachte der Prinzessin heimlich das Wasser und sie wurde seine Gemahlin. In einigen Märchen erscheint neben dem Lebenswasser noch die Unsterblichkeitsfrucht in der Gestalt eines Apfels. Wir haben in dieser Verbindung sicher einen Nachklang der in den Mythologien der meisten Völker...
Page 54 - Seth, der fromme, vom i'aradiese hernieder, Als er das öl der Barmherzigkeit suchte. Nach einer alten Überlieferung (s. Fabricius, Codex pseudepigr. I. p. 3, 34 und II. p. 4, 5) erhielt nämlich Adam bei seinem Auszuge aus dem Paradiese nicht einen Stab, sondern einen geomantischen Ring mit dem Weltkreuze (@, £), welchen er seinen Nachkommen überlieferte ; durch diese kam er nach Ägypten und wurde als Geheimnis aller Wissenschaft betrachtet. Als Symbol dieses Ringes gelten die sogenannten Adamsäpfel,...
Page 95 - Märchenwerke 1000 Nacht vor unter der Aufschrift: Die beiden neidischen Schwestern (bei Weil: 617.— 637. Nacht, bei Habicht 426. — 436. Nacht). Das belebende Wasser befindet sich hier auf einem Berge, der aber nur unter großen Gefahren zu erreichen ist und schon manchem das Leben gekostet hat, auch die beiden Brüder der Prinzessin, Bahmann und Perwis haben bereits ihr Leben verloren, indem sie alle in schwarze Steine verwandelt worden sind. Da macht sich die ritterliche Prinzessin selbst auf...
Page 98 - Ferkö, nachdem sie ihn geblendet und obendrein ein Bein gebrochen haben, auf einem Hügel mit einem Hochgericht, wie ein Rabe dem anderen von einem Teiche in der Nähe erzählt, wer sich darin bade, der werde frisch und gesund, wenn er gleichwohl dem Tode im Rachen säße; und wer sich die Augen mit dem Taue wüsche, und auf den Hügel falle, dessen Gesicht werde so scharf, wie des Adlers Augen, wenn er auch blind wäre von Jugend auf. Ferkö erhielt durch den Tau das Licht seiner Augen wieder und...
Page 97 - ach, wie fest haben wir geschlafen und wie leicht sind wir aufgewacht." Da erzählte ihnen ihre Schwester, was vorgegangen, und sie herzten und küßten sich und besprengten nun auch alle Andern , welche dort versteinert waren, und machten sie wieder lebendig und zum Danke begleiteten sie diese alle mit einander bis zu dem Thurme, in welchem das Mädchen wohnte. Als sie...
Page 99 - Drachen erlegt, dem sie zum Fraße ausgesetzt ist; ein neidischer Zigeuner aber tötet ihn und spielt sich als Retter auf. Doch, drei Tiere, ein Fuchs, ein Wolf und ein Bär, bringen aus Dankbarkeit den Toten wieder zum Leben, weil er dereinst auf ihr Bitten im Walde nicht den Pfeil auf sie abgedrückt hat. Der Fuchs bringt von einer Schlange ein wunderbares Kraut, durch das Kopf und Rumpf wieder angeheilt werden, und der Wolf schafft das Wasser des Lebens herbei, durch das der Körper wieder zum...
Page 94 - Stalljimge ausgeführt, durch die Hilfe eines Bären zu erhalten. Auf dem Rückwege finden ihn seine vier Brüder und nehmen ihm das Wasser des Lebens mit noch anderen Schätzen weg und eilen zu ihrem Vater, aber es hat sich zu Eis verwandelt und bleibt ohne Wirkung, bis der Finder selbst nach Hause kommt. Aus Dankbarkeit übergibt der Vater dem treuen Sohn das Reich, das er mit dem Bär. der sich, nachdem ihm auf seine Bitte das Haupt abgeschlagen worden, ebenfalls in einen Königssohn verwandelt...

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