Ludwig Feuerbach in seinem briefwechsel und nachlass: sowie in seiner philosophischen charakterentwicklung, Volume 2 (Google eBook)

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C. F. Winter, 1874
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Page 141 - Auf den Bergen ist Freiheit ! Der Hauch der Grüfte Steigt nicht hinauf in die reinen Lüfte, Die Welt ist vollkommen überall, Wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual.
Page 252 - ... bereitete, that damals Mehreren wohl, die unter dem Panier des Fleisses und der Ordnung an Liebessymbolen sich beruhigten oder erquickten. Das Wesen der Theologie haben diese Symbole zwar nicht gefördert; hat nicht aber der Herrnhutianismus auch im Lutherthum manche Härten gebrochen? manche Pedanterieen zerstört und auf den Zweck der Religion, der in brüderlicher und geselliger Eintracht thätige Liebe sein soll, durch seine Thatanstalten wenigstens gewiesen?
Page 294 - Mitleid mit allen lebenden Wesen ist l2)<l) der festeste und sicherste Bürge für das sittliche Wohlverhalten und bedarf keiner Kasuistik. Wer davon erfüllt ist, wird zuverlässig Keinen verletzen. Keinen beeinträchtigen. Keinem wehe thun, vielmehr mit Jedem Nachsicht haben. Jedem verzeihen. Jedem / helfen, so viel er vermag, und alle seine Handlungen werden das Gepräge der Gerechtigkeit und Menschenliebe tragen. Hingegen versuche man ein Mal zu sagen: „Dieser Mensch ist tugendhaft, aber er...
Page 96 - Spiritualismus ist nichts andres als der spiritualistische Materialismus. „Nicht ist alles Fleisch einerlei Fleisch, sondern ein anderes Fleisch ist der Menschen, ein anderes des Viehes. Und es sind himmlische Körper und irdische Körper.
Page 80 - Die Sonne geht auf und geht unter und läuft an ihren Ort, daß sie wieder daselbst aufgehe. Der Wind geht gen Mittag und kommt herum zur Mitternacht und wieder herum an den Ort, da er anfing. Alle Wasser laufen ins Meer, doch wird das Meer nicht voller; an den Ort, da sie her fließen, fließen sie wieder hin.
Page 239 - Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich thun: Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn.
Page 293 - Alles, was ihr wollet, dass euch die Leute thun sollen, das thut ihr ihnen." Er kommt übrigens auch schon, negativ ausgedrückt, im alten Testament vor, ebenso bei den Griechen, den Römern und vielen anderen, selbst uncultivirten Völkern.
Page 125 - Selbst bezweifeln. Kein Sinn, kein Ich, denn es gibt kein Ich, das nicht Du, aber Du ist nur für den Sinn. Ich ist die Wahrheit des Denkens, aber Du ist die Wahrheit der Sinnlichkeit. Was aber vom Menschen. dem Menschen, das gilt auch von ihm der Natur gegenüber. Er ist nicht nur das Ich, sondern auch das Du der Natur. Das Sehen ist ein Begattungsprozeß des Auges mit dem Lichte, und Hobbes sagt irgendwo und ungefähr: Erkenntnis ist ein Begattungsprozeß mit dem Universum.
Page 287 - Wo ausser dem Ich kein Du, kein anderer Mensch ist, ist auch von Moral keine Rede, nur der gesellschaftliche Mensch ist Mensch.
Page 7 - Revolution"! wieder das alte Leben an. Du gehst der 'Zukunft entgegen, und ich hinke wieder tiefgebeugt in die Vergangenheit zurück; Du Glücklicher! segelst jetzt selbst in .das jugendliche Amerika hinüber, und ich sitze auf dem Mist des alterfaulen Europa. Und doch stehe ich Dir geistig so nahe, so gross auch der räumliche und äusserliche Unterschied zwischen Deinem und meinem Leben.

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