Die sehorgane der thiere vergleichend-anatomisch (Google eBook)

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R. Oldenbourg, 1885 - 205 pages
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Popular passages

Page 67 - ... gebaute Tapetum lucidum durch das Pigment hell hindurch, sodaß die Stäbchen von demselben Lichtstrahle zweimal getroffen, also auch stärker gereizt werden. In den Augen vieler Fische zieht sich von der Eintrittsstelle des Sehnerven gegen den Ciliarkörper eine dünne, schmale, schwarz pigmentierte, sichelförmige Falte hin, welche — um das Bild beizubehalten — mit dem Rücken in der Retina liegt, mit der Schneide in den Glaskörper hineinragt. Dieser Processus falciformis biegt vor der...
Page 2 - ... Vortrag gehalten (Basel 1884. 8°. 34 pag. Justus Carriere behandelt „die Sehorgane der Thiere": Man kann, ohne Rücksicht auf die systematische Stellung der Thiere, zwei ziemlich scharf gesonderte Gruppen von Sehorganen unterscheiden ; die eine Gruppe umfasst alle Thiere, deren Augen nach dem Princip einer Camera obscura gebaut sind, so dass in denselben ein reelles Bild der Aussenwelt entworfen und auf der im Hintergrunde des Auges ausgebreiteten Retina aufid Naturg.
Page 201 - Form, bei der Leichtigkeit, mit welcher während der Lebensdauer eines Thieres in demselben Augen auftreten und wieder verschwinden, scheint es unthunlich, aus dem ähnlichen Bau der Augen auf eine verwandtschaftliche Beziehung zwischen deren Besitzern zu schliessen.
Page 194 - ... wenig, mehr die Raubwürmer, wo die kugelige Linse von der Retina absteht. Auch bei den Insekten kann kein Bild wahrgenommen werden. Das Fächerauge der Arthropoden, während es nicht einmal den Umriss eines Körpers geben kann, scheint befähigt, Bewegungen auf weite Entfernungen scharf aufzufassen. Das Wirbelthierauge hat von einem leuchtenden Punkte auch nur den Eindruck eines Punktes, und wenn er sich schnell bewegt, den einer Linie, das vorgewölbte Fächerauge dagegen den einer Fläche,...
Page 97 - Augen jedoch sind es nicht und deshalb kann ich an dieser Stelle keine eingehendere Beschreibung der leuchtenden Zellen des Epithels und der Tentakelspitze geben. Ich glaubte nun Leuchtorgane vor mir zu haben. Schliesst man aber das Licht gänzlich ab, so erlischt der Glanz, und es findet hier somit keine selbständige Lichtentwicklung statt.
Page 81 - Der Ciliarkörper trägt bei den ungeschwänzten Amphibien auf der Rückseite zahlreiche radiäre Falten, und ist mit der Sclera durch einen kleinen Muskel (an Stelle des Ligamentum pectinatum) verbunden.
Page 98 - CARKIKKE gebracht. Letztgenannter Autor schreibt in seinem Buche über „die Sehorgane der Tiere" (6) pag. 98 : „Sie (scilicet die Augen) sitzen bei Pectunculus auf der Kante der inneren Mantelfalte als kleine, kugelige, dunkelbraune Pigmentflecke in Abständen von ungefähr 0,5 mm, bei Arca Noae stehen auf dem gleichen Körperteile dicht gedrängt kleine, schwarzbraune, halbkugelige Erhebungen
Page 105 - Die zentralen, fadenförmigen Ausläufer der spindelförmigen Zellen" (ie der Ganglienzellen) „treten besonders scharf in Chromsäure-, weniger in Überosmiumsäure-Präparaten hervor. Indem sie radiär gegen die Schicht der Stäbchenzellen hin ausstrahlen, schneiden sie die peripheren Stäbchenzellen nahezu unter einem rechten Winkel und sind hier deshalb besser sichtbar als in dem Zentrum der Retina; ohne mit den Stäbchenzellen in Verbindung zu treten, setzen sie sich dicht neben denselben an...
Page 99 - Fläche (Fig. 78 und 79, Carriere). Die Zellen, welche den Sinneskörper bilden, sind nicht scharf gegen das Epithel des Mantels abgegrenzt, sondern gehen durch lange und schmale Zwischenformen in die Cylinderzellen desselben über, so daß diese Sinnesorgane von Arca und Pectunculus zu den schönsten Beispielen für die Entstehung von Sinnesorganen aus Epithelzellen gehören.
Page 29 - Kerne, welche zusammen die Form einer länglich viereckigen, sehr flachen , senkrecht gestellten Schale bilden, so dass...

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