bd. 1794-1827 (Google eBook)

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J.G. Cotta, 1874
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Popular passages

Page 62 - Übrigens sind seine Frauen drin alle von unschicklichem Betragen, und wo er edle Gefühle in der Menschennatur dann und wann in Erfahrung gebracht. Die hat er all mit einem bißchen Kot beklebt, um ja in der menschlichen Natur nichts Himmlisches zu lassen.
Page 460 - Verse, aber sehr ausdrucksvoll: ,Du versuchst, o Sonne, vergebens - Durch die düstern Wolken zu scheinen, - Der ganze Gewinn meines Lebens - Ist, ihren Verlust zu beweinen'.
Page 41 - Ich kann manchmal in ihm die vornehmere Natur des Vaters und die gemeinere der Mutter unterscheiden. Einmal gab ich ihm ein neu Stück Geld,- er drückte es an seinen Mund vor Freuden und küßte es, welches ich sonst am Vater auch gesehen habe. Ich gab ihm noch ein zweites dazu, und da ruft er aus: >Alle Wetter...
Page 476 - Als sie versprochen war, sagte einmal der Alte zur Braut : «Höre, Ottilie, ich sage Dir eins - mein Sohn will gern immer gelobt sein, da mußt Du nichts widersprechen, wenn Du Lust hast zum Zanken - so komm zu mir, zanke mit mir, ich kann's ertragen.
Page 318 - Es ist manchmal als wenn das was wir Schicksal nennen gerade an guten und verständigen Menschen seine Tücken ausübte, da es so viele Narren und Bösewichter ganz bequem hinschlendern läßt. Fromme Leute mögen das auslegen wie sie wollen und dadrin eine prüfende Weisheit finden; uns ändern kann es nur verdrüßlich und ärgerlich sein.
Page 80 - Daß ich Ihnen und der Herzogin meine Sachen neulich habe vorlesen dürfen und daß Sie mir mit einem so schönen Antheil zugehört, hat mir Freude und Muth gemacht, und eine solche Freude kommt mir selten. Kann ich in einer gewissen Fortdauer und Folge Sie und auch die Herzogin sehen, so wird es sehr glücklich auf mich wirken, und ich darf wohl sagen, recht viel Gutes bei mir veranlassen.
Page 475 - Kost war zu Mittag. Daß aber das herumirrende Leben ihr fatal war, sieht man daraus, daß sie sich im Himmel dünkt, weil sie auf festem Boden, im eigenen Hause nun lebt; und mit gutem Willen scheint sie sich der Wirtschaft anzunehmen, auch herrscht vollkommene Ordnung in ihren Stuben. Er, der junge Mann, ist ein Ordnungs-Geist, welches dem...
Page 492 - Mein Ekel, der sich mehrt, verstellt den Reiz des Lichts Und streuet auf die Welt den hoffnungslosen Schatten; Ich fühle meinen Geist in jeder Zeil ermatten Und keinen Trieb, als nach der Ruh!
Page 105 - Kleinigkeiten in unserer Haushaltung herabgestimmt würden, man vielleicht auch einige gute darunter finden würde, denn wie wenige gute gibt es nicht unter den Autoren ohne Zahl.
Page 80 - Was mir Lolo von Ihretwegen über den Handschuh gesagt hat, ist gegründet, und schon der Umstand, daß ich dieses Gedicht neulich vorzulesen Bedenken trug, beweist, daß Sie Recht haben; denn was man in einer solchen Gesellschaft nicht gut produciren kann, ist mit Recht verdächtig. Ich werde also die Stelle ändern, an der Sie Anstoß nehmen.

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