Autonomie und Nähe: Individuationsentwicklung Jugendlicher im Spiegel familiärer Interaktion

Front Cover
Juventa-Verlag, 2005 - 224 pages
0 Reviews
Das Jugendalter ist eine Zeit großer Veränderungen. Auf dem Weg vom Kind zum Erwachsenen gehört eine angemessene Umformung der Beziehung zu den Eltern zu den größten Herausforderungen. Ein enges, von Nähe geprägtes Verhältnis aufrechtzuerhalten, gleichzeitig jedoch immer mehr Autonomie zu gewinnen, ist Ziel dieses Prozesses, der als Individuation bezeichnet wird. Bei der Beschäftigung mit diesem Konstrukt stehen sich zwei Forschungstraditionen gegenüber, deren eine Individuation als subjektive Beziehungsrepräsentation versteht, die andere hingegen davon ausgeht, dem Phänomen der Individuation nur über Beobachtung von Familieninteraktionen adäquat begegnen zu können. Diese beiden Ansätze zusammenzuführen, ist Ziel dieser Untersuchung. Im Mittelpunkt steht eine Stichprobe von 30 Familien, die im Rahmen einer groß angelegten Studie zur Entwicklung von Jugendlichen in ihren Familien zusätzlich zur Beantwortung entsprechender Fragebögen einer Interaktionsbeobachtung unterzogen wurden. Auf Basis des gewonnenen Datenmaterials wird inhaltlichen Fragestellungen zu Determinanten und Konsequenzen einer erfolgreichen Individuationsentwicklung nachgegangen. Anhand der Interaktionssequenzen lassen sich Jugendliche identifizieren, denen es in besonderem Maße gelingt, Nähe und Autonomie in der Beziehung zu ihren Eltern zu realisieren. Im Vergleich zu den übrigen Jugendlichen weist diese Gruppe erwartungsgemäß etliche Besonderheiten auf. Vergleiche unterschiedlicher Konstellationen innerhalb der Triade runden die Ergebnisse zur Beobachtung familiärer Interaktion ab.

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Bibliographic information