Zu George Orwells '1984'

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GRIN Verlag, 2007 - 52 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Geschwister-Scholl-Institut fur Politische Wissenschaft), Veranstaltung: Hauptseminar Politische Utopien, Sprache: Deutsch, Abstract: Die 1949 publizierte Dystopie 1984" von George Orwell zahlt nicht nur zu den meistgelesenen, sondern auch zu den am kontroversesten diskutierten Buchern der Weltliteratur. Ich untersuche welche Intention der Zeit seines Lebens politisch denkende und schreibende Orwell mit seinem letzten Roman verfolgte. Eines der zentralen Anliegen Orwells war es, zu zeigen, wie ausgehend von der politischen und sozialen Weltlage zur Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts eine posttotalitare Schreckensherrschaft weltweit die Macht ergreift. Die Darstellung der historischen Entwicklungsgeschichte des Systems, sowie Fundament und Struktur der Herrschaft sind bei der Untersuchung von zentraler Bedeutung. Bei der Analyse von 1984" als moderner Anti-Utopie ist dem Aspekt Rechnung zu tragen, dass Orwell mit seinem Entwurf der autoritar-etatischen Utopie-Tradition eine radikale Absage erteilt. Wie Orwell selbst zu bedenken gab, handelt es sich bei 1984" um eine dystopische Satire. Parallel zu der Analyse des sozio-politischen Systems werde ich in den jeweiligen Kapiteln herausarbeiten, wie der Autor die Menschheit vor den dem utopischen Gedankengut immanenten totalitaren Tendenzen, welche erst in der jungsten Vergangenheit so verheerende Wirkung gezeigt hatten, warnt. Zu diesem Zweck werde ich den hierarchischen Staatsaufbau, die Funktion der einzelnen Glieder des dystopischen Leviathans, sowie den metaphysischen Uberbau des Regimes rekonstruieren. Um das Ich-Bewusstsein des Individuums durch das Kollektivbewusstsein zu ersetzen, muss der menschliche Geist manipuliert und durch den verinnerlichten gesellschaftlichen Zwang kontrolliert werden. In Ubereinstimmung mit James Burnham sah Orwell im modernen Totalitarismu
  

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Contents

Einleitung
2
Der Oligarchische Kollektivismus Ozeaniens
8
Doppeldenk und Neusprech
23
Macht als Selbstzweck
31
Copyright

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