Hans Jonas und das Prinzip Verantwortung. Hilft uns die Zukunftsethik von Hans Jonas heute noch weiter? (Google eBook)

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GRIN Verlag, Sep 18, 2008 - Philosophy - 38 pages
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Gentechnisch manipulierte Pflanzen und geklonte Tiere, Umweltkatastrophen wie starke Stürme und Überflutungen aufgrund von Umweltschäden, Artensterben von Tieren und Pflanzen - vielseitig sind die technischen Möglichkeiten des Menschen heutzutage und die Folgen seiner Eingriffe in die Natur. Nicht zu vergessen natürlich auch die Bedrohung durch die Atombombe, deren Anwendung die Auslöschung der ganzen Menschheit und aller höher entwickelter Lebewesen zur Folge haben kann. Zur Zeit des Erscheinen von ́Das Prinzip Verantwortung - Versuch einer Ethik für die technologische Zivilisation ́ (1979) des jüdischen Philosophen Hans Jonas war diese theoretische Gefahr durch den Kalten Krieg sehr viel aktueller als heutzutage, dennoch hat sich an der Problematik nichts geändert. Durch die immer umfassenderen Möglichkeiten von Wissenschaft und Technik oder deren unbeabsichtigten, aber oft zwangsläufigen Nebenfolgen verändert der Mensch nicht nur seine Lebensbedingungen und die natürliche Umwelt, auch im Bezug auf den Menschen selbst stellen sich immer neue Fragen. Ist es gut, Menschen unter allen Umständen am Leben zu erhalten, nur weil es technisch möglich geworden ist? Darf das Erbgut des Menschen verändert werden? Und wie steht es mit dem Lebensrecht schwerbehinderter Kinder? Der Artikel „Fluch und Segen“ im SPIEGEL vom 16.04.07 beschäftigt sich mit dem Problem der Spätabtreibung im Falle einer starken Behinderung des Kindes. Seit den ersten Ultraschallgeräten, die es seit Mitte der siebziger Jahre in deutschen Kliniken gibt, wird es dem Menschen möglich, sein Schicksal mehr und mehr selbst in die Hand zu nehmen und Gott zu spielen. Auf der einen Seite bedeutet dies einen Segen, wenn so beispielsweise eine Krankheit schon früh geheilt werden kann, aber in vielen Fällen stürzt dieser technische Fortschritt Menschen „in ein Dilemma, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint“, da nun die Entscheidung ansteht, ob man das sichtbar missgebildete Kind abtreiben sollte oder nicht und die Betroffenen häufig mit der Situation überfordert sind. [...]
  

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