Aus der Vergangenheit für die Gegenwart: social- und literaturhistorische Vorträge und Essays (Google eBook)

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H. Engel, 1886 - Jews - 258 pages
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Page 217 - Ach! Rechas wahrer Vater Bleibt, trotz dem Christen, der sie zeugte - bleibt In Ewigkeit der Jude. - Wenn ich mir Sie lediglich als Christendirne denke, Sie sonder alles das mir denke, was Allein ihr so ein Jude geben konnte; — Sprich Herz, - was war
Page 190 - Begreifst du aber, Wie viel andächtig schwärmen leichter, als Gut handeln ist? wie gern der schlaffste Mensch Andächtig schwärmt, um nur, - ist er zu Zeiten Sich schon der Absicht deutlich nicht bewußt — Um nur gut handeln nicht zu dürfen?
Page 47 - Ich sage dir: nicht Szythen und Chazaren, Die einst den Glanz getilgt der alten Welt, Bedrohen unsre Zeit, nicht fremde Völker: Aus eignem Schoß ringt los sich der Barbar, Der, wenn erst ohne Zügel, alles Große, Die Kunst, die Wissenschaft, den Staat, die Kirche Herabstürzt von der Höhe, die sie schützt, Zur Oberfläche eigener Gemeinheit, Bis alles gleich, ei ja, weil alles niedrig.
Page 203 - Nun wessen Treu' und Glauben zieht man denn am wenigsten in Zweifel? Doch der Seinen? Doch deren Blut wir sind? doch deren, die von Kindheit an uns Proben ihrer Liebe gegeben? die uns nie getäuscht, als wo getäuscht zu werden uns heilsamer war? - Wie kann ich meinen Vätern weniger, als du den deinen glauben? Oder umgekehrt. - Kann ich von dir verlangen, daß du deine Vorfahren Lügen strafst, um meinen nicht zu widersprechen? Oder umgekehrt. Das nämliche gilt von den Christen. Nicht? Saladin...
Page 19 - Und von diesem Bewußtsein aus hat sich im Rhythmus der in den folgenden Kapiteln darzustellenden religionshistorischen Entwicklung in Geschichte und Gegenwart manches Gespräch und manche Gemeinsamkeit in Aufgabe und Schicksal ergeben. Der Vorwurf der „Menschenfeindschaft...
Page 101 - Wie die Glut der indischen Sonne dem müden Leib die Ruhe in kühlem Schatten als das Gut aller Güter erscheinen lässt, so ist auch dem müden Geist Ruhe, ewige Ruhe das einzige , nach dem er begehrt.
Page 69 - Gute kommen. Dass man der ethischen Seite der Anwendung des Besitzes lieber und häufiger die Aufmerksamkeit zuwandte als der der Erwerbung desselben, ist durchweg bemerkbar. Die im Leben vorkommenden Beispiele rechtschaffener Vermögensgewinnung blieben freilich nicht unbeachtet, wie das von Sokrates...
Page 186 - Sieh, eine Stirn, so oder so gewölbt; Der Rücken einer Nase, so vielmehr Als so geführet; Augenbrauen, die Auf einem scharfen oder stumpfen Knochen So oder so sich schlängeln; eine Linie, Ein Bug, ein Winkel, eine Falt, ein Mal, Ein Nichts, auf eines wilden Europäers Gesicht - und du entkommst dem Feu'r, in Asien ! Das wär' kein Wunder, wundersücht'ges Volk?
Page 65 - Fürbitte. Gedenke daß du Schuldner bist Der Armen, die nichts haben, Und deren Recht gleich deinem ist An allen Erdengaben. Wenn jemals noch zu dir des Lebens Gesegnet goldne Ströme gehn, Laß nicht ans deinen Tisch vergebens Den Hungrigen durchs Fenster sehn; Verscheuch« nicht die wilde Tanbe, Laß hinter dir noch Aehren stehn, Und nimm dem Weinstock nicht die letzte Traube.
Page 139 - Familie ihn nicht ernähren, noch die Gesellschaft seine Arbeit gebrauchen kann, nicht das mindeste Recht, irgendwelchen Theil der Nahrungsmittel zu fordern, und ist wirklich überflüssig auf der Erde.

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