Goethe's sämmtliche Werke in vierzig Bänden, Volumes 5-6 (Google eBook)

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J. G. Cotta, 1840
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Page 71 - Dienen lerne bei Zeiten das Weib nach ihrer Bestimmung; Denn durch Dienen allein gelangt sie endlich zum Herrschen, 3u der verdienten Gewalt, die doch ihr im Hause gehöret. Dienet die Schwester dem Bruder doch früh, sie dienet den Eltern, Und ihr Leben ist immer ein ewiges Gehen und Kommen, Oder ein Heben und Tragen, Bereiten und Schaffen für andre.
Page 93 - Herz, das allzuviel verloren? Wo sind die Stunden, überschnell verflüchtigt? Vergebens war das Schönste dir erkoren! Trüb ist der Geist, verworren das Beginnen; Die hehre Welt, wie schwindet sie den Sinnen! Da schwebt hervor Musik mit Engelschwingen, Verflicht zu Millionen Tön...
Page 66 - Wie der wandernde Mann, der vor dem Sinken der Sonne Sie noch einmal ins Auge, die schnellverschwindende, faßte, Dann im dunkeln Gebüsch und an der Seite des Felsens Schweben siehet ihr Bild; wohin er die Blicke nur wendet, Eilet es vor und glänzt und schwankt in herrlichen Farben: So bewegte vor Hermann die liebliche Bildung des Mädchens Sanst sich vorbei und schien dem Pfad ins Getreide zu folgen.
Page 289 - Die Tätigkeit ist, was den Menschen glücklich macht, Die, erst das Gute schaffend, bald ein Übel selbst Durch göttlich wirkende Gewalt in Gutes kehrt. Drum auf beizeiten morgens!
Page 416 - Nun schmückt er sich die schöne Gartenzinne, Von wannen er der Sterne Wort vernahm, Das dem gleich ew'gen, gleich lebend'gen Sinne Geheimnisvoll und klar entgegenkam. Dort, sich und uns zu köstlichem Gewinne, Verwechselt er die Zeiten wundersam, Begegnet so, im Würdigsten beschäftigt, Der Dämmerung, der Nacht, die uns entkräftigt.
Page 94 - Und so das Herz erleichtert merkt behende, Daß es noch lebt und schlägt und möchte schlagen, Zum reinsten Dank der überreichen Spende Sich selbst erwidernd willig darzutragen. Da fühlte sich - o daß es ewig bliebe! Das Doppelglück der Töne wie der Liebe.
Page 27 - Denn wir können die Kinder nach unserem Sinne nicht formen ; So wie Gott sie uns gab, so muß man sie haben und lieben, Sie erziehen aufs beste und jeglichen lassen gewähren. Denn der eine hat die, die anderen andere Gaben; Jeder braucht sie, und jeder ist doch nur auf eigene Weise Gut und glücklich.
Page 41 - Ich weiß es, der Mensch soll Immer streben zum Bessern; und, wie wir sehen, er strebt auch Immer dem Höheren nach, zum wenigsten sucht er das Neue. Aber geht nicht zu weit! Denn neben diesen Gefühlen Gab die Natur uns auch die Lust, zu verharren im Alten Und sich dessen zu freun, was jeder lange gewohnt ist.
Page 290 - Trümmern aufgeräumt! Und neuen Plan ersonnen, Mittel neu erdacht! So werdet ihr, und wenn aus ihren Fugen selbst Die Welt geschoben in sich selbst zertrümmerte, Sie wieder bauen, einer Ewigkeit zur Lust.
Page 92 - Bewegung Fortzuleiten, und auch zu wanken hierhin und dorthin. Dies ist unser! so laß uns sagen und so es behaupten! Denn es werden noch stets die entschlossenen Völker gepriesen, Die für Gott und Gesetz, für Eltern, Weiber und Kinder Stritten und gegen den Feind zusammenstehend erlagen.

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