Alphabētos tēs agapēs: Das ABC der Lieba. Eine Sammlung rhodischer liebeslieder, zum ersten male herausgegeben, metrisch übersetzt und mit einem wörterbuch versehen von Wilhelm Wagner (Google eBook)

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Wilhelm Wagner
B.G. Teubner, 1879 - Byzantine poetry - 87 pages
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Although I have not read this book yet, I would like to point out that the translations of the poems are in German, not Latin.

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Page 85 - Ich setze hinzu, dass in manchen dieser Lieder eine ganz catullische Gluth der Empfindung lebt, und dass die Sprache sowohl wie die ganze Form der meisten derselben uns billig in Erstaunen setzen müssen, wenn wir bedenken, dass wir es mit Pro.
Page 27 - Stell' Netze auf dem Boden aus und fang' ein schönes Rebhuhn, Ganz ähnlich dir und grad wie du, du liebes junges Mädchen, Denn purpurrothe Lippen hat's, ist schlank und singt ganz leise ; Weiss wie 'ne weisse Rose ist, roth wie die Purpurrose. Du Rebhuhn mit dem süssen Schlag, du zehrest Vieler Herzen. 38. Ich scheue, liebes Mädchen, mich, dir meine Lieb' zu sagen: Und du, Geliebte, scheust dich auch, mir deine Lieb
Page 53 - Komm, mein Geliebter, meine Schuld will ich dir endlich zahlen.' Ich habe vierzig Klafter tief die Erde aufgegraben, Die Liebe zu verbergen dort — du hast sie offenbaret, Dass du dich offen brüsten könntst, ich flehte dich um Liebe. Jetzt geh' ich oft daran vorbei, die ganze Welt erfährt es, Da sagt man, du verliessest mich und willst nichts von mir wissen. Das thut mir weh, drob gräm' ich mich und seufze schwerbetrübet.
Page 21 - ... Mädchen, Das ich so oft mich abgehärmt an vielen langen Tagen, Dass du vielleicht doch deinen Blick nach andrer Liebe würfest, Von ihrem Odem zehrtest dann und meiner ganz vergässest. 30. Am Finger einer Dame schaut' ich einen Ring*) vor Kurzem, Er war von Gold und strahlte Lieb' und weckte süsse Sehnsucht. Kaum hatt' ich diesen Ring erblickt, so fleht' ich sie zu küssen. 0 Mädchen, gib mir einen KUSS; o Blonde, ach, erhör' mich, Oder sei Charos, tödte mich — dann bin der Sorg
Page 25 - ... neunzigfach die Lieb', die ich dir weihe, Mein ganzes Herz hat sie geraubt und hat es schwer erschüttert. Nun freue, schlankes Mädchen, dich, du hast den Kampf gewonnen : Denn uns're Liebe knickst du ganz und tödtest mich den Armen, Verdirbst den armen jungen Mann, o Herrin, der dich liebte. 36. Verliebt hab' ich mich heiss in dich und bin dein Sclave worden: Ich flehe deine Schönheit an, mich nicht zu sehr zu quälen. 37. Es flogen neun Rebhühner einst hoch oben an dem Himmel, Und goldgefiedert...
Page 3 - Póbov if)v еср^ка, unwiderleglich hervor. Wenn also Ritter, Tapfere etc. erwähnt werden, so wissen wir, woran wir sind: wir haben es hier mit den Liebschaften von Johannitern oder Rhodiserrittern zu thun. Nun besassen dieselben die Insel von 1309 bis 1522; 1) es ist also von vorne herein sicher, dass die Lieder vor 1522 fallen. Dass die Ritter oft auf Wanderungen begriffen waren und ein unstätes Leben führten , geht aus manchem Lied hervor ; vor Allem vergleiche man No. 33, wo vom Weggehen...
Page 45 - ... bebet mir das ganze Herz und wie ein Laub erzittert's, Dann seufz' ich recht von Herzen auf und kann es nicht ertragen, Dieweil sich deine Liebe mir im Herz hat eingenistet, Und wie ein doppelschneidig Schwert mir nun das Innre schneidet, Mir meinen Sinn verzehret ganz und alle meine Glieder.
Page 35 - Krug, wie sehn' ich mich nach deiner sel'gen Schönheit! Du bist ein Krug und ich ein Mensch — doch ist dein Loos das bess're, Weil du das kühle Wasser führst zu meines Mädchens Lippen. 58. Du sagst mir, lieber Junker mein, ich sei allein zu tadeln, Und schleuderst Klage gegen mich, dass ich mich sehr vergangen, Da ich von dir mich fangen liess und dir zu Willen wurde. Wohl hat die Liebe, die ich dir hege, mich viel gekostet! Doch prahltest du und sagtest stets, du wollt'st mich nie ver gessen,...
Page 85 - Gluth der Empfindung lebt, und dass die Sprache sowohl wie die ganze Form der meisten derselben uns billig in Erstaunen setzen müssen, wenn wir bedenken, dass wir es mit Producten des vierzehnten Jahrhunderts zu thun haben.
Page 61 - Und wach' ich auf und seh' dich nicht, wie klag' ich da und jamm're ! 109. Die Wahrheit red' ich armer Knab: des Nachts kann ich nicht schlafen , Und Ruhe kennt mein Herz nicht mehr, das stets nach dir verlanget. 110. Als Herz und Seele heg...

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