Digitale Identitäten im Kontext von E-Government-Anwendungen: Ausführungen zu einer sicheren Kommunikation zwischen Bürgern und Verwaltung

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Diplomica Verlag, 2010 - Social Science - 90 pages
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Bisher gibt es keine Möglichkeit, online und somit medienbruchfrei einen sicheren Identitätsnachweis im Rahmen eines transaktionsorientierten Geschäftsprozesses erbringen zu können. Durch Inkrafttreten der Europäischen Dienstleistungsrichtlinie wird dies jedoch zwingend erforderlich. Um der Anforderung zu genügen, wird der neue elektronische Personalausweis mit einer elektronischen Identitätsfunktion ausgestattet sein. Wegen der Übertragung sensibler personenbezogener Daten ist die Implementierung einer sicheren Infrastruktur von zentraler Bedeutung. Da vorgesehen ist, die elektronische Identitätsfunktion grenzüberschreitend in der EU anwenden zu können, müssen entsprechende Architekturen etabliert werden, die Interoperabilität gewährleisten. Die vorliegende Studie beleuchtet zunächst, welche E-Government-Programme auf EU- und auf BRD-Ebene sich mit dem Thema befassen und welche Vorgaben bezüglich der Umsetzung einer elektronischen Identität erarbeitet wurden. Selbstverständlich gibt es auch einige gesetzliche Normen, die dabei zu berücksichtigen sind und andere, die den Erfordernissen entsprechend anzupassen sind. Sie werden ebenfalls vorgestellt. Im Anschluss wird die Notwendigkeit der Einführung digitaler Identitäten erläutert. Die Studie beschreibt den Umgang mit Personenkennzahlen in Deutschland. Die Rechtslage macht die Verwendung bereichsspezifischer Personenkennzahlen erforderlich. Wie dies umgesetzt wird, wird beispielhaft an einigen aktuellen Projekten der Bundesverwaltung erörtert. Die weiteren Kapitel befassen sich insbesondere mit der technischen Aspekten von elektronischen Identitäten. Zunächst wird beschrieben, wie der neue elektronsiche Personalausweis umgesetzt werden wird. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Spezifikation des Protokolls zur Implementierung der elektronsichen Identitätsfunktion gerichtet und es werden Aspekte der Interoperabilität der Funktion beleuchtet. Dies betrifft zum einen Interoperabilität der Chipkarten, die im Rahmen der Kartenprojekte der Bundesregierung ausgegeben werden. Zum anderen betrifft es die grenzüberschreitende Interoperabilität der unterschiedlichen eID-Lösungen der EU-Staaten. Mit den sogenannten Bürgerportalen wird eine weitere Lösung der Bundesregierung beschrieben, mit der die Erbringung eines sicheren elektronischen Identitätsnachweises möglich ist. Zuletzt werden mögliche Einsatzszenarien der elektronischen Identitätsfunktion dargestellt.

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About the author (2010)

Niclas Hoye wurde 1973 in Münster geboren. Nach seiner Berufsausbildung zum Bürokaufmann und einer mehrjährigen beruflichen Tätigkeit bei einem Internet-Serviceprovider entschied er sich dazu, seine IT-Kenntnisse durch eine Programmierausbildung bei einem großen IT-Dienstleistungsbetrieb zu vertiefen. Seit deren Beendigung im Jahr 2003 arbeitet er dort im Bereich Planung und Entwicklung von IT-Lösungen. Im selben Jahr entschied er sich dazu, neben seiner beruflichen Tätigkeit an der FernUniversität Hagen ein Studium der Informatik durchzuführen, welches er im Jahr 2009 erfolgreich abschloss. Fasziniert von der Aktualität und der interdisziplinären Beschaffenheit des Themas elektronischer Identitäten, entwickelte der Autor bereits während seines Studiums ein besonderes Interesse daran.

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