Johann Gottlieb Fichte's nachgelassene Werke: vorgetragen an der Universität zu Berlin in den Jahren 1812 und 1813. Einleitungsvorlesungen in die Wissenschaftslehre, die transscendentale Logik und die Thatsachen des Bewusstseins, Volume 1 (Google eBook)

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Adolph Marcus, 1834 - 574 pages
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Page 37 - Wie Ihr entzückt seid, ein Wort gefunden zu haben, von dem Ihr hofft, daß wir darüber erschrecken werden! Wie denn, wenn wir, nicht so blöde, uns dessen rühmten, und das eben als das Vollendete und Durchgreifende unserer Ansicht, daß sie eben Nihilismus sei, strenge Nachweisung nämlich des absoluten Nichts, außer dem Einen, unsichtbaren Leben, Gott genannt...
Page 70 - Verwandlung damit vor, setzt ihm zu, u. dgl. ?[...] das Wissen stellt das Leben vor sich hin, es anhaltend und befestigend. Das also, das Befestigen, - also einen Gegensatz, ein Nichtleben, eine vim inertiae mithineinzubringen, - ist das Eine Grundgesetz des Wissens. Auf der Verbindung dieses Gegensatzes mit der Form des Lebens beruhen alle Gestaltungen des Wissens und lassen systematisch sich darauf zurückführen: insbesondere und ganz eigentlich die Gediegenheit und das absolute Nichtleben, selbst...
Page 136 - Als absolute Grundlage der ursprünglichen Vorstellung finden wir nun die Einsicht des Unterschiedes zwischen Sein und Bild. Diese Einsicht, - als weder Bild des Einen noch des Ändern, sondern Bild ihres Unterschiedes wie ihrer Gleichheit, ist (...) ein innerlich lebendiges Bilden, ein Durch jedes der beiden durch das Andere.
Page 501 - Wir behaupten in der ganzen W. -L.: es solle sichtbar werden das schlechthin Unsichtbare. Wie könnte es dies? Nur dadurch, daß das Sehen sich selbst sieht; durch das Sehen des Sehens selbst; dadurch, daß das Sehen durch seinen Begriff von sich selbst, sich ausdehnt über alle seine Gegebenheit und Wirklichkeit.
Page 443 - Die Erscheinung wird nicht, sondern sie ist aus Gott; sie ist, so wie Gott selbst ist in sich. Das Werden liegt nur im Sichverstehen der Erscheinung, darin aber auch absolut, und darum nicht in etwas Anderem. Dies absolute Werden ist eben nichts Anderes, als dieses Sicherscheinen. Es mag dem dogmatischen Hange des Menschen schwer werden, diese genetische Form durchaus nur als Form der Erscheinung zu denken: gleichwohl beruht die rechte Erkenntniß des transzendentalen Idealismus auf dieser Einsicht,...
Page 3 - Lidu für das Sehen vorhanden sind. Entweder Ihr redet ihnen von Nichts, und dies ist das Glücklichere, wenn sie es sagen; denn auf diese Weise werdet Ihr bald den Fehler merken, und, falls Ihr ihnen nicht die Augen zu öffnen vermögt, das vergebliche Reden einstellen. [. . .] Oder sie wollen aus irgend einem Grunde Eurer Lehre doch einen Verstand geben: so können sie dieselbe nur verstehen von dem, was ihnen durch die Betastung bekannt ist: sie werden das Licht und die Farben, und die andern...
Page 99 - Dies ist nun das absolut Neue unserer Lehre ; aber gerade in dieser Rücksicht ist sie kaum vernommen worden: dieses Dreifache, daß der absolute Anfang und Träger von Allem reines Leben sei ; alles Dasein und alle Erscheinung aber Bild oder Sehen dieses absoluten Lebens sei, und daß erst das Produkt dieses Sehens sei das Sein an sich, die objektive Welt und ihre Form.
Page 2 - Diese Lehre setzt voraus ein ganz neues inneres Sinnenwerkzeug, durch welches eine neue Welt gegeben wird, die für den gewöhnlichen Menschen gar nicht vorhanden ist.
Page 17 - Der neue Sinn ist demnach der Sinn für den. Geist; der, für den nur Geist ist und durchaus nichts Anderes, und dem auch das Andere, das gegebene Sein, annimmt die Form des Geistes, und sich darein verwandelt, dem darum das Sein in seiner eigenen Form in der That verschwunden ist.
Page 132 - Es ist ein Bild = a, so und so bestimmt, von dem und dem innerlichen Gehalte, gleich dem des Seins, das ich nicht kenne, was es auch sei (zB dieser Ofen, dieser Baum).

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