Die preussischen Geschichtschreiber des xvi. und xvii. Jahrhunderts (Google eBook)

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1875
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Page 84 - Dy andre seite hilt ynne das bildt Potrumppi und het vor sein cleinot eine slange, und die wardt in einem grosen toppe irnert mit milch von den waydolottinnen und stetis mit garwen des getreides bedeckt. Das dritte bilde Patolli hilt inne die dritten seitte, und sein cleiuott war ein todten kopff vonn eim menschin, pferde und ku.
Page 83 - Das bannir war ein weisz tuch 5 elen langk, 3 elen brett und hett in sich gewurcht 3 bilde der gestalt wie mennir, blo waren ire cleider und woren brustbilder in solcher formen: das eine war wie ein man junger gestalt ane bardt, gekronett mit sangelen und frolich sich irbot und der gott vom getreide...
Page 101 - Perkunod war der dritt abgott, und man in anruffte umbs gewittere willen, domit sie regen betten und schon wetter zu seiner zeit und in der donner und blix kein schaden thett...
Page 2 - Conirnentarien des Aeneas Sylvius und Erasmus Stella's wunderliche Urgeschichte Preussens; aber welchen Gebrauch hat er von ihnen gemacht! Es ist ihm geradezu unmöglich eine Quelle wortgetreu zu benutzen, er erweitert jede Angabe, fälscht die Namen, ignorirt die Zeitrechnung, ergänzt Lücken seiner Quellen nach eigenem Ermessen, und erfindet mit einer beispiellosen Keckheit Zahlen und Daten, die keine andere Begründung haben, als seine wuchernde Phantasie. Wo seine Hülfsmittel nicht ausreichen,...
Page 83 - ... wie er des andern zornigen lachete und der ander auffgeblosen in zornn. Das dritte bilde war ein alter mahn mit einem langen groen bardt und seine farbe gantz totlich, war gekronet mit einem weissen tuche wie ein morbant unde sag von unden auff die andern an unde his Patollo mit namen.
Page 84 - Die grosse dicke und mechtige hohe eiche, in welcher der teufiel sein gespenst hette und die bilde der abgölte ynne woren, halt ich ausz vorplendungk des teufels, war stetis grün, winter und sommer, und war obene weit und breit so dicke von lobe, damit kein regen dardurch kunt fallen, und umb und umb woren hübsche tuchir vorgezogen ein schrit aber 3 von der eichen wol 7 elen hoch, do mocht niemandt eingehen ag der kirwaito und die obirsten waidolotten, sonder so imandes quam, sie die tuchir wegk...
Page 105 - Art recht ähnlich ist, wird übrigens stark be t 1 jerlich sie fingen einen von den, auff welche sie zihen wollten im krieges weise, und bunden in an einen bom, aber nicht an die eichen, und schössen im nohen stunde in sein hertz". Nach dem Blutfließen beurteilen sie dann den Ausgang des Krieges. Noch jetzt pflegen die Bakitara (Uganda) das Herz des ersten Gefangenen den Fetischen zu weihen1. Am nächsten steht aber der apionischen Erzählung wohl die rituelle Tötung des Vertreters des Feindesstammes...
Page 102 - Heiligenbeil genant sein bilt und eiche mit dem feuer war, und do man brandte gedrosselt körne, wezen adir meel, honigk, milch und dergleichen. Diesem man auch vorbrandte zur ehren die ersten garben des getreides und solchir manirung vil. So ist am Hockerlande am habe ein stein genant zum heiligen stein, auff diesem ein iglicher fischer im den irsten fisch zur ehren vorbrandte, dan er im gerne irgreiff. Und ein solchs mau auch andirswu thun mochte, idoch alhie war seine sonderliche stelle zu dem...
Page 95 - ... gespenst war mit ihren göttin, so betten sie doch viel waidlotten, sowol von frauen als von mennir, die bey in woneten, domit, so dem gemeinen volcke was ungewonst widderfur, sie von diesen mochten haben underrichtungk, und qweme zu eim solchen wan, der noch in tagk bey den undeutschen Preussen ist. Etliche sein, und sie so balde im morgen die sonne sehen, sie beten sie an, wen sie macht gut getreide und ist dem menschin sehr liplich und andir dingk me.
Page 149 - Gregorius IX und disser nam yn auff, und auch wart ym angetragen und vorschriben Preusserland, von welchem alles wirdt gesaget werden. Nach vielem reisen und grosser muhe so wirt er tactus, als er wolt zcum keiser Friderico II zeihen, und kompt ken Baraletum und stirbt do und wart von den burgern und pristern erlich begraben1).

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