Deutsche Grammatik für österreichische Mittelschulen (Google eBook)

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J. Klinkhardt & Company, 1897 - German language - 252 pages
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Page 97 - Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn, Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht, Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht — Kennst du es wohl? Dahin! Dahin Möcht ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn!
Page 117 - Kochend, wie aus Ofens Rachen, glühn die Lüfte, Balken krachen, Pfosten stürzen, Fenster klirren, Kinder jammern, Mütter irren, Tiere wimmern unter Trümmern; alles rennet, rettet, flüchtet, taghell ist die Nacht gelichtet.
Page 227 - Der Morgen kam; es scheuchten seine Tritte Den leisen Schlaf, der mich gelind umfing, Daß ich, erwacht, aus meiner stillen Hütte Den Berg hinauf mit frischer Seele ging; Ich freute mich bei einem jeden Schritte Der neuen Blume, die voll Tropfen hing; Der junge Tag erhob sich mit Entzücken, Und alles war erquickt, mich zu erquicken.
Page 120 - Gefährlich ist's, den Leu zu wecken, Verderblich ist des Tigers Zahn, Jedoch der schrecklichste der Schrecken, Das ist der Mensch in seinem Wahn.
Page 227 - Ins Innre wieder dann gezogen fühlet Das Auge sich, wo nach den Wolken streben Palast und Kirche, wo ein lautes Leben Auf allen Stufen des Rialto wühlet. Ein frohes Völkchen lieber Müßiggänger, Es schwärmt umher, es läßt durch nichts sich stören Und stört auch niemals einen Grillenfänger.
Page 37 - Tempo begleitet, so setz ich mein Kreuz und mein Käppchen daran, in zweimal zwölf Stunden ist alles getan." „Ha", lachte der Kaiser, „vortrefflicher Haber! Ihr füttert die Pferde mit Wenn und mit Aber. Der Mann, der das Wenn und das Aber erdacht, hat sicher aus Häckerling Gold schon gemacht. Nun aber zum dritten, nun nimm dich zusammen! sonst muß ich dich dennoch zum Esel verdammen: Was denk ich, das falsch ist?
Page 228 - Reizvoll klinget des Ruhms lockender Silberton In das schlagende Herz, und die Unsterblichkeit Ist ein großer Gedanke, Ist des Schweißes der Edlen wert!
Page 223 - Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es grünten und blühten Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel; Jede Wiese sproßte von Blumen in duftenden Gründen, Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.
Page 222 - Sie singen von Lenz und Liebe, von sel'ger goldner Zeit, Von Freiheit, Männerwürde, von Treu und Heiligkeit, Sie singen von allem Süßen, was Menschenbrust durchbebt, Sie singen von allem Hohen, was Menschenherz erhebt.
Page 158 - So lang' noch Lenze grünen Und Rosenlauben blühn ; So lang' noch Wangen lächeln Und Augen Freude sprühn; So lang' noch Gräber trauern Mit den (Zypressen dran, So lang' Ein Aug' noch weinen, Ein Herz noch brechen kann: So lange wallt auf Erden Die Göttin Poesie, Und mit ihr wandelt jubelnd, Wem sie die Weihe lieh. Und singend einst und jubelnd Durch's alte Erdenhaus Zieht als der letzte Dichter Der letzte Mensch hinaus.

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