Wohlmeinender rath für freunde der bienenzucht: oder, Kurze anleitung zur zweckmässigen behandlung der bienen nach Dzierzon's methode (Google eBook)

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F. Pustet, 1859 - Bee culture - 136 pages
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Page 111 - Zellen schon aufgebissen haben, doch diese nicht verlassen können, weil sie darin angesponnen sind. Oder es kommen viele junge Bienen mit angesponnenen Flügeln oder einem Gewebe am Leibe zum Vorschein. Dies rührt von dergleichen kleinen Maden her, welche unter der bedeckten Brut sich von einer Zelle zur andern die Zwischenwände duichfressend hinziehen.
Page 21 - Rauch zu, dadurch werden die etwa in Zorn gerathenen und hervorstürzenden Bienen in Verlegenheit gebracht. Statt des Ausdruckes des Zornes geben sie Zeichen der Demüthigung und eines gewissen Flehens von sich, was auf den ganzen Haufen beschwichtigend wirkt.
Page iv - Die Ursachen, warum die Bienenzucht in jetziger Zeit weit geringere Erträgnisse abwirft als ehemals, sind wo anders zu suchen als im Mangel an Glück. Vor 40 Jahren sah es ganz anders aus als jetzt. Damals gab es endlose Hecken und die verschiedenartigsten Gesträuche in Menge, so daß sich den Bienen schon im zeitigen Frühjahr unerschöpfliche Quellen von Süßigkeiten an allen Ecken und Enden eröffneten. Kein Wunder daher, wenn damals auch der einfältigste Mensch Honig in Hülle und Fülle...
Page 108 - ... oder neben einander sich befinden. Um daher Wachsscheiben einigermaßen vor ihnen zu schützen, muß man sie an möglichst kühlen Orten und einzeln frei stellen oder hängen. Mit den Tafeln der für künftige Schwärme aufzubewahrenden Baue geht dies freilich nicht. Aber eben deshalb werden sie auch von den Wachsmotten oft ganz ruinirt und unbrauchbar gemacht. Oft scheinen sie von unten betrachtet noch unversehrt zu sein und sind doch schon nach allen Richtungen durchfressen. Ich ziehe es daher...
Page 109 - Bienen, um die angesponnenen Jungen herauszureißen, müssen oft große Löcher in die Tafeln beißen, wodurch das Brutlager sehr verdorben wird. Sie werfen eine Menge dergleichen angesponnener Bienen herunter und kommen gar nicht zu Kräften, weil es ihnen fast unmöglich ist, die Tafeln von diesem Ungeziefer zu reinigen. Denn wird eine Zelle leer, so flüchtet sich die Wachömotte in andere bedeckte Bnitzellen.
Page 100 - ... verdünntes, sonst hat man für seine Mühe und Kosten nur Schaden. Erst etwa zur Blüthezeit der Saalweide mag die spekulative Fütterung beginnen, und dann muß sie auch fortgesetzt oder noch gesteigert werden, wenn Mangel an Nahrung oder die Witterung das Eintragen nicht gestattet, damit das Brutgeschäft nicht unterbrochen, sondern immer mehr befördert werde. Jede Lücke oder Pause in der Weide muß man auszufüllen trachten, wenn man zeitige 233 Schwärme erhalten oder viele schöne zeitige...
Page 94 - Straßen könnte mit Linden, Akazien, Kastanien, oder wenn er feucht ist, mit Weiden, Aspen und Pappeln bepflanzt werden. An den Ufern der Flüsse und anderer Gewässer könnten überall Weidengebüsche zum Schutze gegen das Weiterreißen des Wassers, an Wiesen und Feldräntern zum Schutz gegen das Vieh > angelegt werden.
Page v - Thierchen ziehen, so wird es die erste Sorge sein müssen, daß man durch Anbau von süßstoffhaltigen Gewächsen auf der einen Seite wieder möglichst zu ersetzen suche, was man auf der andern den Bienen entzogen hat.
Page 89 - Sicherheit wegen kann man sie auch eingesperrt lassen, etwas mit einem Wachsblättchen verklebt, das die Bienen selbst zerbeißen und sie so aus der Gefangenschaft befreien. Da in einem starken Stocke täglich Tausende von jungen Bienen auskriechen, so können ihm auch, ohne daß man ihm etwas anmerkt, Tausende wieder entnommen werden, und so kann man etwa alle Wochen von jedem Stocke einen Schwärm machen, so lange man ihm nicht seine Königin nimmt. Es kommt also nur darauf an, seine Stöcke durch...
Page 19 - Kräfte möglichst geschont weiden, scheinen die Bienen gar nicht zu altern. Es stirbt wohl da keine Biene an Altersschwäche, sondern durch Kälte, Hunger, Ruhr oder sonst einen Zufall. Auch im Sommer, wenn Nahrungsmangel eintritt, müssen sich die Bienen oft in einer ähnlichen Ruhe verhalten und die Kräfte schonen. Bei voller Nahrung leisten sie aber auch häufig in einer Woche mehr, als unter andern Umständen in mehreren Monaten. Dies hat denn natürlich verhältnißmäßig schnelleres Altern...

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