August Boeckh's gesammelte kleine Schriften, Volumes 1-2 (Google eBook)

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B.G. Teubner, 1858 - Classical philology
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Page 144 - Erkenntnis, dem jeder sich besonders widmen will, so daß es ihnen zur Natur werde, alles aus dem Gesichtspunkt der Wissenschaft zu betrachten, alles Einzelne nicht für sich, sondern in seinen nächsten wissenschaftlichen Verbindungen anzuschauen, und in einen großen Zusammenhang einzutragen in beständiger Beziehung auf die Einheit und Allheit der Erkenntnis, daß sie lernen, in jedem Denken sich der Grundgesetze der Wissenschaft bewußt zu werden...
Page 112 - Es soll kein Friedensschluß für einen solchen gelten, der mit dem geheimen Vorbehalt des Stoffes zu einem künftigen Kriege gemacht worden ist.
Page 144 - Die Idee der Wissenschaft in den edleren, mit Kenntnissen mancher Art schon ausgerüsteten Jünglingen zu erwecken, ihr zur Herrschaft über sie zu verhelfen auf demjenigen Gebiet der Erkenntnis, dem jeder sich besonders widmen will, so daß es ihnen zur Natur werde, alles aus dem Gesichtspunkt der Wissenschaft zu betrachten, alles einzelne nicht für sich, sondern in seinen nächsten wissenschaftlichen Verbindungen anzuschauen und in einen...
Page 393 - Diese grofsen Ideen des schöpferischen Geistes, die nicht von gestern her sind, lassen sich nicht so leicht durch beabsichtigte oder zufällige Entdeckungen oder Erfindungen vermehren, sondern nur klarer herausstellen; wiewohl auch dieses nicht in stetigem Fortschritte geschieht, sondern ebensowohl werden sie bisweilen für eine Zeitlang abgeschwächt und verdunkelt oder skeptisch verneint, und wieder neu geschaffen und gekräftigt, und wieder aufgelöst, wie das Gewebe der Penelope. Eben weil sie...
Page 111 - Die Welt geht aus von einer geglaubten, und endet in einer durchaus verstandenen Theokratie. Gott wird wirklich allgemein herrschen, und er allein, ohne andere, die Welt in Bewegung setzende Kräfte: nicht bloss mehr als Lehrer, sondern als lebendige und lebendig machende Kraft.*) *) Yergl.
Page 456 - Schluß daraus zu ziehen, zu erwarten, daß die Philosophie, so wie sie in der Kindheit der Wissenschaft von der Poesie geboren und genährt worden ist, und mit ihr alle diejenigen Wissenschaften, welche durch sie der Vollkommenheit entgegengeführt werden, nach ihrer Vollendung als ebenso viel einzelne Ströme in den allgemeinen Ozean der Poesie zurückfließen, von welchem sie ausgegangen waren.
Page 447 - Also bleibt nichts mehr übrig als der Versuch, aus der Natur unseres, und insofern des endlichen Geistes überhaupt, die Notwendigkeit einer Sukzession seiner Vorstellungen abzuleiten und, damit diese Sukzession wahrhaft objektiv sei, die Dinge selbst zugleich mit dieser Aufeinanderfolge in ihm werden und entstehen zu lassen.
Page 446 - Aber wenn anders im System unsers Wissens Einheit li$l ist, und wenn es je gelingt, auch die letzten Extreme desselben zu vereinigen, so müssen wir hoffen, daß eben hier, wo Leibniz und Newton sich trennten, einst ein umfassender Geist den Mittelpunkt finden wird, um den sich das Universum unsers Wissens - die beiden Welten bewegen, zwischen welchen jetzt noch unser Wissen getheilt ist - und Leibnizens prästabilirte Harmonie und Newtons Gravitationssystem als ein und dasselbe oder nur als verschiedene...
Page 445 - Philosophie wiederherstellen kann. Sein Geist verschmähte die Fesseln der Schule; kein Wunder, daß er unter uns nur in wenigen verwandten Geistern fortgelebt hat und unter den übrigen längst ein Fremdling geworden ist. Er gehörte zu den Wenigen, die auch die Wissenschaft als freies Werk behandeln. 11 Er hatte in sich den allgemeinen Geist der Welt, der in den mannichfaltigsten Formen sich selbst offenbart und wo er hinkommt, Leben verbreitet.
Page 60 - Übungen fortzusetzen und sie zum Eintritt in die verschiedenen Zweige des höheren Staats- und Kirchendienstes tüchtig zu machen...

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