Jahrbücher der Literatur, Volumes 63-64 (Google eBook)

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C. Gerold., 1833 - Books
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Popular passages

Page 140 - Vieles Hab' ich versucht, gezeichnet, in Kupfer gestochen, Oel gemalt, in Thon Hab' ich auch Manches gedruckt. Unbeständig jedoch, und nichts gelernt noch geleistet; Nur ein einzig Talent bracht' ich der Meisterschaft nah: Deutsch zu schreiben.
Page 140 - Uranlage Zu immer neuer und doch deutscher Wendung reich; Ist, was wir selbst, in jenen grauen Jahren, Da Tacitus uns forschte, waren. Gesondert, ungemischt und nur sich selber gleich.
Page 143 - Poesie, welche den Namen der deseriptiven verdienet, Hätten für Poesie niemals die Alten erkannt. ' >' Deutscher, ward dir der Blick, Darstellung von der Beschreibung Rein zu sondern; so stehn weisere Dichter dir auf; Stände, wofern du hinab zu den Schatten Elysiens walltest, . Und dort redetest, selbst Ilions Sänger dir auf. . 38. Frage. Geist hat der Mann ! So rufst du. Vergebens frag' ich: Was ist denn Geist ohn
Page 139 - Bald ist das Epigramm ein Pfeil, Trifft mit der Spitze; Ist bald ein Schwert, Trifft mit der Schärfe. Ist manchmal auch — die Griechen liebten's so — Ein klein Gemäld ! ein Strahl gesandt, Zum Brennen nicht, nur zum Erleuchten.
Page 141 - Wer unruhvollen hellen Geist hat, scharfen Blick, Und auch viel Glück, Entdeckt; Doch wer, um Mitternacht vom Genius geweckt, Urkraft, Verhalt, und Schönheit tief ergründet, Der nur erfindet.
Page 140 - Goethe! du dauerst dich, daß du mich schreibest? Wenn du mich kenntest, Wäre dies dir nicht Gram. Goethe, du dauerst mich auch!
Page 141 - Ist dein Gedank' erhaben,* dann macht er edler dein edles Wort, und zugleich erhöht dieses den rithmischen Ton. Aber ist dein Wort ein gemeines, so sinkt der erhabne Sinn, und solcherley Wort schwächt auch die metrische Kraft.
Page 141 - DARSTELLUNG OHNE SCHÖNHEIT WARUM man Shakespeare mit der Bewundrung liest, Ihn, dessen Gegenstand so selten Schönheit ist? Weil er, was er auch wählt, Mit Leben beseelt. Was würd...
Page 141 - Nachahmen soll ich nicht; und dennoch nennet Dein lautes Lob mir immer Griechenland.« Wenn Genius in deiner Seele brennet; So ahm dem Griechen nach. Der Griech
Page 84 - lass dir auch leid seyn, daß du deinen Orden verlassen, und daß du die Kappen ausgezogen und (wider die Gelübde) ein Weib genommen hast...

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