Typische Mnemosyne - Konstruktion des Andenkens in Axel Hackes "Deutschlandalbum"

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GRIN Verlag, 2007 - 36 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Westfalische Wilhelms-Universitat Munster, Veranstaltung: Deutschland als Bilderbuch, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wenn Heidegger vom Gedachtnis als der Versammlung des Andenkens schreibt, weist uns das nicht zuletzt auch auf den fragmentarischen Charakter der Erinnerungen hin, der Gedachtnis konstituiert. Axel Hackes Deutschlandalbum kann als die Sammlung einer Vielzahl von subjektiven Andenken in Form von Text und Bild begriffen werden - ein Denken an Deutschland. Diese Sichtweise legt die Vermutung nahe, dass wir es mit einer Art von literarischem Gedachtnis zu tun haben. Aber wie und in welcher Weise? Der literaturwissenschaftliche Gedachtnisdiskurs der letzten Jahrzehnte bietet uns drei verschiedene Grundrichtungen an, auf die wir zuruckgreifen konnen. Zum einen die Beschaftigung mit dem Gedachtnis der Literatur (als genitivus subjectivus oder objectivus), zum zweiten mit dem Gedachtnis in der Literatur und zuletzt mit der Literatur als Medium des Gedachtnisses. Fur diese Arbeit ist vor allem der letzte Ansatz ausserst spannend, weil das Album als spezifische mediale Form eine besondere Art eines kulturellen Gedachtnismediums darstellt und seinen Inhalt in eine Disposition bringt. Eine bestimmte Anordnung setzt eine Art von Konstruktion voraus, was unter literaturwissenschaftlichen Gesichtspunkten zu der Frage nach den Charakteristika und Effekten dieser Konstruktion fuhrt. Im Vorwort schreibt Axel Hacke zu der Idee des Albums: Spater schaut man alles an [...] und sagt: So war das. Hatte ich schon ganz vergessen" . In diesem Satz ist das Programm des Buches im Hinblick auf die Form des Albums als Gedachtnis impliziert. Das Programm zu erinnern. Sofort stellt sich jedoch die Frage, was genau erinnert wird. Sind es, wie man zunachst vermuten konnte, das Allgemeine und das Typische der Figuren oder der Geschichten, die erzahlt werden
  

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