Goethes Werke, Part 4, Volume 3 (Google eBook)

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Popular passages

Page 223 - Und nun bald in der Pracht der königlichen Städte im Lärm der Welt und der Kriegsrüstungen. Mit den Menschen hab ich, wie ich spüre weit weniger Verkehr als sonst. Und ich scheine dem Ziele dramatischen Wesens immer näher zu kommen, da michs nun immer näher angeht, wie die Grosen mit den Menschen, und die Götter mit den Grosen spielen.
Page 166 - Götter die unendlichen Ihren Lieblingen ganz Alle Freuden die unendlichen Alle Schmerzen die unendlichen ganz. So sang ich neulich als ich tief in einer herrlichen Mondnacht aus dem Flusse stieg der vor meinem Garten durch die Wiesen fliest; und das bewahrheitet sich täglich an mir.
Page 8 - Wie ich so in der Nacht gegen das Fichtengebürg ritt; kam das Gefühl der Vergangenheit, meines Schicksals, und meiner Liebe über mich, und sang so bei mir selber : Holde Lili warst so lang All mein Lust und all mein Sang Bist ach nun all mein Schmerz und doch All mein Sang bist du noch.
Page 93 - Ach wie bist du mir, Wie bin ich dir geblieben! Nein an der Wahrheit Verzweifl ich nicht mehr. Ach wenn du da bist Fühl ich, ich soll dich nicht lieben Ach wenn du fern bist Fühl ich, ich lieb dich so sehr.
Page 103 - Warum soll ich dich plagen! Liebstes Geschöpf! — Warum mich betrügen und dich plagen und so fort. — Wir können einander nichts seyn und sind einander zu viel — Glaub mir wenn ich so klar wie Faden mit dir redte, du bist mit mir in allem einig. ! — Aber eben weil ich die Sachen nur seh wie sie sind, das macht mich rasend.
Page 29 - Und der Herzog kriegt auch dadurch Liebe zur Arbeit, und weil ich ihn ganz kenne bin ich über viel Sachen ganz und gar ruhig.
Page 199 - Das Ziel meines Verlangens ist erreicht, es hängt an vielen Fäden, und viele Fäden hingen davon, Sie wissen wie simbolisch mein daseyn ist ... Und die Demuth die sich die Götter zu verherrlichen einen Spas machen, und die Hingebenheit von Augenblick zu Augenblick, die ich habe, und die vollste Erfüllung meiner Hoffnungen.
Page 85 - Hier ein Brief. Schreib mir doch lieber Bruder wie Du kommst, schreib mir wie Dirs mit Meubels gehn wird Du kommst in ein leer Haus. Es ist noch ganz gut gebaut, hat einen großen Garten in dem aber die Igel brüten. Mit dem Detail der Reparatur schinden sie mich noch was ehrlichs. Da hat der Gottskasten kein Geld, da sollen die alten Fenster bleiben, da ist der ein Schlingel und jener ein Matz.
Page 176 - Liebste ich hab eine rechte Fröhlichkeit dran, ob ich gleich sagen mag dass der belebende Genuss mir heute mangelt, wie der lang gebundne reck ich erst meine Glieder. Aber mit dem ächten Gefühl von Danck, wie der durstige ein Glas Wasser nimmt, und die heiligkeit des Brunnens, und die Liebheit der Welt, nur nebenweg schaut. Wenns möglich ist zu zeichnen, wähl ich mir ein beschränckt Eckgen, denn die Natur ist zu weit herrlich hier auf ieden Blick hinaus!
Page 225 - So viel kann ich sagen ie gröser die Welt desto garstiger wird die Farce und ich schwöre, keine Zote und Eseley der Hanswurstiaden ist so eckelhafft .als das Wesen der Grosen Mittlern und Kleinen durch einander. Ich habe die Götter gebeten dass sie mir meinen Muth und grad seyn erhalten wollen biss ans Ende, und lieber mögen das Ende vorrücken als mich den lezten theil des Ziels lausig hinkriechen lassen.

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