Vergleichende Grammatik des Sanskrit, Zend, Griechischen, Lateinischen, Litthauischen, Gothischen und Deutschen. 6 Abtheil. 3 Bde. [and] Ausführliches Sach- und Wortregister (Google eBook)

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Page 201 - Sprach-Eintheilung ihrem Bestimmungsgrunde nach unhaltbar ist, so liegt doch in dem Gedanken an eine naturhistorische Classificirung der Sprachen viel Sinnreiches. Wir wollen aber lieber mit AW v. Schlegel (Ie) drei Klassen aufstellen, dieselben jedoch so unterscheiden: Erstens, Sprachen ohne eigentliche Wurzeln und ohne Fähigkeit zur Zusammensetzung und daher .ohne Organismus, ohne Grammatik. Hierher gehört das Chinesische, wo alles, dem Anscheine nach, noch nackte Wurzel ist *) *) Ich sage „dem...
Page iv - Slavischen eine feste Grundlage gegeben hat. Wer hätte vor einem halben Jahrhundert es sich träumen, lassen, dafs uns aus dem fernsten Orient eine Sprache würde zugeführt werden, die das Griechische in allen seinen ihm als Eigenthum zugetrauten...
Page iii - Ich beabsichtige in diesem Buche eine vergleichende, alles Verwandte zusammenfassende Beschreibung des Organismus der auf dem Titel genannten Sprachen, eine Erforschung ihrer physischen und mechanischen Gesetze und des Ursprungs der die grammatischen Verhältnisse bezeichnenden Formen.
Page 203 - Wurzel, die der Zusammensetzung fähig sind und fast einzig auf diesem Wege ihren Organismus, ihre Grammatik gewinnen.
Page 200 - Les langues qui sont parlées encore aujourd'hui , et qui ont été parlées jadis chez les différents peuples de notre globe, se divisent en trois classes : les langues sans aucune structure grammaticale, les langues qui emploient des affixes, et les langues à inflexions 6.
Page xxiv - Die häufig gebrauchte Benennung „indogermanisch" kann ich nicht billigen, weil ich keinen Grund kenne, warum in dem Namen des umfassendsten Sprachstamms gerade die Germanen als Vertreter der übrigen urverwandten Völker unseres Erdtheils, sowohl der Vorzeit als der Gegenwart, hervorzuheben seien. Ich würde die Benennung...
Page 200 - On pourrait les appeler les langues organiques, parce qu'elles renferment un principe vivant de développement et d'accroissement, et qu'elles ont seules, si je puis m'exprimer ainsi, une végétation abondante et féconde.
Page 240 - Wurzeln gehen Nomina hervor, Substantive und adjective, durch Anfügung von Sylben, die wir nicht, ohne sie untersucht zu haben, als für sich bedeutungslos, gleichsam als übernatürliche mystische Wesen ansehen dürfen, und denen wir nicht mit einem todten Glauben an ihre unerkennbare Natur entgegentreten wollen. Natürlicher ist es, dafs sie Bedeutung haben oder hatten, und dafs der Sprachorganismus Bedeutsames mit Bedeutsamem verbinde.
Page 197 - Umwandlung in u (§§. 66, 67.), gehört nicht zur Bezeichnung grammatischer Verhältnisse, die klarer angedeutet sein wollen, sondern, wie ich glaube beweisen zu können, nur der Mechanik, der Symmetrie des Formenbaues an.
Page 245 - Räume anch auf Zeit und Ursache übertragenen, Verhältnisse der Nomina, dh der Personen der Sprachwelt, zu einander aus. Ihrem Ursprünge nach sind sie, wenigstens gröfstentheils, Pronomina, wie in der Folge näher entwickelt werden soll. Woher hätten auch die mit den Wortstämmen zu einem Ganzen verwachsenen Exponenten der räumlichen Verhältnisse besser genommen werden können, als von denjenigen Wörtern, welche Persönlichkeit ausdrücken, mit dem ihr inhärirenden Nebenbegriff des Raumes,...

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