Für und wider die Frauen (Google eBook)

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O. Janke, 1870 - Women's rights - 156 pages
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Popular passages

Page 15 - ... gebe ich Dich Dem, der Dir auch Obdach, Kleidung und Nahrung geben wird; und wenn nicht — Und wenn ich sterbe und es hat sich Niemand gefunden, der sich mit Deiner Ernährung belasten will — nun? — Nun? so fragten auch die Frauen; und als Antwort erfolgte dann stets ein geseufztes: Nun! so Haft Du ja Allerlei gelernt und wirst Dir schon helfen!
Page 41 - Brüten von einem Tage zum andern, ob denn der Mann noch nicht kommt, der uns genug liebt, um sich unserer...
Page 19 - Unser ganzes Schicksal wurde auf einen Zufall gestellt; auf den Zufall, ob unsere Liebenswürdigkeit oder unsere Schönheit einen Mann so weit zu reizen und zu fesseln imstande wären, daß er uns zu besitzen wünschen und sich deshalb mit der Sorge für unsern standesmäßigen Unterhalt beladen würde.
Page 15 - ... ein Pflanzer einem Neger, der etwa mit schönen Anlagen für die Mechanik, mit einem ungewöhnlichen Scharfblick für die Erkenntnis von Krankheiten, mit einer grossen Gewandtheit für kaufmännische Verhandlungen geboren war, sagen konnte: Du baust Zucker, Du baust Baumwolle, Du putzest in meinem Hause das Silberzeug, Du machst meine Kleider. Du fährst mich im Wagen! Man weinte über Onkel Tom in seiner Hütte, und sagte einer Tochter, die vielleicht ein medizinisches Genie oder ein...
Page 19 - Und da« that derselbe Mann, der mir die Erlaubniß zu diesem Broderwerb gegeben, der Freude an meinen Arbeiten, der die größte Achtung vor dem Beruf des Dichters und des Schriftstellers empfand, der stolz darauf war, seine Söhne in geachteten Stellungen selbstständig zu wissen. So tief war noch vor achtundzwanzig Jahren das Vorurtheil auch in den aufgeklärtesten Männern der ge» bildeten und sogenannten höheren Stände eingewurzelt, daß der Müßiggang und die Abhängigkeit ihrer Töchter...
Page 15 - Menschheit gefeiert hatten. Man fand es furchtbar, daß ein Pflanzer einem Neger, der etwa mit schönen Anlagen für die Mechanik, mit einem ungewöhnlichen Scharfblick für die Erkenntnis von Krankheiten, mit einer großen Gewandtheit für kaufmännische Verhandlungen geboren war, sagen konnte: du baust Zucker, du baust Baumwolle, du putzest in meinem Hause das Silberzeug, du machst meine Kleider, du fährst mich im Wagen! Man...
Page 17 - Wille mich hatte hineinzwingen wollen, mein Talent erkannt hatte, als ich zu begreifen anfing, wie ich mir helfen und daß ich auch meiner Familie damit helfen könnte, wenn ich ihr die Sorge für mich abnähme, da verlangte mein sonst so aufgeklärter Vater noch ganz ausdrücklich, daß ich dies heimlich täte.
Page 1 - Ich darf mir sagen, daß ich zu denen gehöre, die in Deutschland vielleicht am frühesten auf die unerläßliche Emancipation der Frauen zur Arbeit hingewiesen haben, und zwar zuerst aus sittlichen Gründen.
Page 13 - Wie?" nur mit der einfachen Antwort: „Wie sie können und wollen!" zu entgegnen ist. Es lag und liegt hier in Bezug auf die Behandlung der Frauen eine ganz schreiende Ungerechtigkeit vor, nämlich die Beschränkung des freien Gebrauchs der angeborenen Fähigkeiten zu eigener Förderung...
Page 15 - ... geboren war, sagen konnte: du baust Zucker, du baust Baumwolle, du putzest in meinem Hause das Silberzeug, du machst meine Kleider, du fährst mich im Wagen! Man weinte über Onkel Tom in seiner Hütte und sagte einer Tochter, die vielleicht ein medizinisches Genie oder ein großes...

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