Geschichte des deutschen Sprachstammes, Volumes 1-2 (Google eBook)

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F. Förstemann, 1874 - German language
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Popular passages

Page 400 - Germanisehen nachgewiesenen Ausdruck dann schon dem Urdeutschen zu, wenn er sich mindestens in zweien der vier germanischen Sprachzweige vorfindet, unter welchen zweien aber entweder der Gothische oder der Nordische nicht fehlen darf; blos hochdeutsch-sächsische Wörter werden im Allgemeinen ausgeschlossen und nur dann dem Urdeutschen zugeschrieben, wenn wir zwar nicht sie selbst, wol aber eine Ableitung von ihnen im Gothischen oder Nordischen nachweisen können Diese Regel ist natürlich...
Page 283 - Getreides scheinen neue Erfindungen gemacht worden zu sein; die neuen neben den alten aufkommenden Wörter für Pflug, Mühle und das Dreschen deuten auf technologische Verbesserungen hin. vollkommnung der Werkzeuge führt von selbst zur Erweiterung der Nahrungsmittel. Namentlich dem Getränke scheint der Slavogermane besondere Aufmerksamkeit gewidmet zu haben; neben Meth und Milch tritt Bier, vielleicht schon in zwei Gattungen; der Gährungsprocess ist bekannt und der Übergang von Milch zu Käse...
Page 619 - Pythagoras, der Weise von Samos. Ein Lebensbild nach den neuesten Forschungen bearbeitet. Mit einer Uebersichtskarte.
Page 221 - Si quis res suas alii thingare voluerit. non absconse sed ante liberos homines ipsum garethinx faciat, quatinus qui thingat et qui gisel fuerit liberi sint ut nulla in posterum oriatur intentio».
Page 255 - ... lituslavischen Gebiete eine Art Ruck-Lautverschiebung ein, die dadurch bedingt wird, daß diese Sprachen die drei germanischen Spiranten h, th und / gar nicht kennen und daher häufig an ihrer Stelle eine Tenuis verwenden, so daß ganz junge Entlehnungen den Schein urverwandter Wörter annehmen. Verschiebung (entweder durch Beharrung im Germanischen oder durch Beschleunigung im Lituslavischen) statt, bei Gutturalen mehr als bei Dentalen und Labialen; derjenigen Beispiele ganz zu geschweigen,...
Page 242 - Sprachen mit der indischen oder wahrscheinlicher noch mit dem Zend und der persischen längere Zeit in Verbindung geblieben seien als mit den übrigen indogermanischen".
Page 255 - ... zur Erhöhung der Schwierigkeiten nicht wenig bei. 6. Wenn ein Ausdruck nur in lituslavischen und germanischen Formen vorliegt, so fehlt uns jede Gestalt desselben aus hohem vorchristlichem Alterthum und gerade diese Gestalten bilden häufig den festen Punct, von dem aus man zwischen Urverwandtschaft und Entlehnung entscheiden kann. Welche Mittel stehen uns nun aber zu Gebote, um diese Schwierigkeiten zu mildern und in vielen Fällen gänzlich zu beseitigen? 1. Es ist trotz des oben Bemerkten...
Page 163 - Küste des schwarzen Meeres, von der Donau an bis zum asowschen Meer, ja auch auf der asiatischen Seite des schwarzen Meeres, wohnt ein heidnisches Volk, ohne besonderen Namen, dessen Sprache der deutschen verwandt ist.
Page 621 - Die Literatur des gemeinen, ordentlichen CivilProcesses und seine Bearbeiter bis auf die Zeiten des jüngsten Reichsabschieds.
Page iv - Werdendes zu behandeln; jene muss desshalb nach linguistischen, diese nach ethnologischen Grundsätzen eingetheilt werden. Zwischen beiden in der Mitte steht die sogenannte historische Grammatik, welche die seiende Sprache als ein Gewordenes zu erfassen hat. Ihre Anordnung ist wegen dieser Mittelstellung schwierig, weil darüber gestritten werden kann, wie sich dabei das linguistische und das ethnologische Eintheilungsprincip zu einander verhalten sollen. Jacob Grimm machte in der Grammatik die oberste...

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