Geschichte der Hohenstaufen (Google eBook)

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Rieger, 1865 - Germany - 920 pages
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Page 13 - Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken.
Page 81 - Wenn man zum Glauben gekommen ist, so ist es eine Nachlässigkeit, sich nicht auch durch das Denken vom Inhalt des Glaubens zu überzeugen." Das Denken war aber auf diese Weise nicht frei, denn der Inhalt war ein gegebener: diesen Inhalt zu beweisen war die Richtung der Philosophie. Aber das Denken führte auf eine Menge Bestimmungen, die nicht unmittelbar im Dogma ausgebildet waren, und insofern die Kirche nichts darüber festgesetzt hatte...
Page 4 - ... zusammengezogen und geladen zum Blitz, zum tragischen Donnerkeil, der einschlägt, einbricht in die Herzen und erhebt, indem er zermalmt? Hat man nicht vielmehr, statt wie es die historische Wahrheit verlangt, die Blitze zum tragischen Gewitter zu laden, dadurch , dass man die Schuld der...
Page 418 - Brecheisen ..." Und über das Ende dieses „großen" Herrschers sagt sein Biograph : . . . „Die Erkältung in dem kalten Gewässer übergab ihn einem schnellen Tode. Nach wenigen Worten an die ihn wie vernichtet umstehenden Freunde und Genossen seiner Thaten schloß er für immer die Augen am 10. Iuni 1190 im neunundsechzigsten Iahre seiner großen Laufbahn. Als sein Sohn, in dessen Hand die Hand des Sterbenden ruhte, fühlte, daß das Gehäus des gewaltigen Geistes kalt war, da erhob sich ein...
Page 4 - Friedrich II." allein ist hohenetaufischer Geist. Alle historischen Arbeiten sind weit unter dieser Idee geblieben. Oder wo sind mit kräftiger Hand die zerstreuten Gewitteretoffe der Zeit zusammengezogen und geladen zum Blitz, zum tragischen Donnerkeil, der einschlägt, einbricht in die Herzen und erhebt, indem er zermalmt?
Page 4 - Geschichte der Hohenstaufen" ausgesprochen finden. „Alle Welt , bemerkt W. Zimmermann im Vorwort, sagt, die Geschichte der Hohenstaufen sei die grosse Tragödie des Mittelalters. Aber wo ist die Bearbeitung, welche dieselbe im tragischen Styl als Tragödie darböte? Alle dichterischen Versuche sind verfehlt, missglückt: in Zimmermanns „Friedrich II.
Page 193 - eure Worte sind zwar süß und demüthig, aber ihr tragt den Fuchs im Busen. Ihr habt Gottes Kirchen und des Kaisers Städte zerstört ^), und mit dem Maaße, mit dem ihr messet, soll euch wieder gemessen werden.
Page 6 - Barbaren und was zu allen Zeiten mit Ruhm und Bewunderung genannt werden wird, war es etwas Anderes, als was Oberitalien gegen die Hohenstaufen that? In den Städten war der Gedanke der Unabhängigkeit, ja in mehr als Einem grossen Kopfe Italiens der Gedanke an Einheit seines herrlichen aber zerrissenen italischen Vaterlandes die herrschende und leitende Idee. An der Freiheit und...
Page 775 - ren, das heißt zu einem apostolischen Wandel, und zur „Nachahmung der Demuth ihres Meisters. Solche „Geistliche lebten im Umgang der Engel, glänzten durch „Wunder, heilten Kranke, erweckten todte, und mach„ten durch Heiligkeit, nicht durch die Waffen, Fürsten „zu ihren Knechten. Unsere hingegen, den Schwelge„reien der Welt ergeben, und in Wollüsten berauscht, „denken nicht an Gott; der lleberfiuß an Geld und Gü„tern hat alle Religion in ihnen erstickt.
Page 125 - ... die Leichname der Erschlagenen und faules Aas in die Brunnen werfen, aber auch dies hielt den rasenden Durst der Belagerten nicht zurück . . ." . . . „Ausgemergelt, leichenhafte Gerippe, zogen die Besiegten aus der Stadt, wie aus dem Grabe, hervor, und wandten sich nach Mailand. Ein Teil blieb in der Hauptkirche zurück, den Einzug des Königs zu erwarten. Dieser ließ die Stadt plündern und zu Ruinen ausbrennen. Denen...

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