The Passion of Max Von Oppenheim: Archaeology and Intrigue in the Middle East from Wilhelm II to Hitler (Google eBook)

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Open Book Publishers, 2013 - History - 416 pages
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Born into a prominent German Jewish banking family, Baron Max von Oppenheim (1860-1946) was a keen amateur archaeologist and ethnologist. His discovery and excavation of Tell Halaf in Syria marked an important contribution to knowledge of the ancient Middle East, while his massive study of the Bedouins is still consulted by scholars today. He was also an ardent German patriot, eager to support his country's pursuit of its "place in the sun." Excluded by his part-Jewish ancestry from the regular diplomatic service, Oppenheim earned a reputation as "the Kaiser's spy" because of his intriguing against the British in Cairo, as well as his plan, at the start of the First World War, to incite Muslims under British, French and Russian rule to a jihad against the colonial powers. After 1933, despite being half-Jewish according to the Nuremberg Laws, Oppenheim was not persecuted by the Nazis. In fact, he placed his knowledge of the Middle East and his connections with Muslim leaders at the service of the regime. Ranging widely over many fields - from war studies to archaeology and banking history - 'The Passion of Max von Oppenheim' tells the gripping and at times unsettling story of one part-Jewish man's passion for his country in the face of persistent and, in his later years, genocidal anti-Semitism.
  

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Akteur für Kaiser und Hitler- 04.03.2013
Max von Oppenheim
Im Millennium ändern sich Weltansichten. Sicher drehten sich davor die
Konfliktachsen. Der Sowjetorbit verfiel, Islamisten machten sich zu
Gegnern. Viele bestritten es, doch die nächsten Dekaden prägte deren
Terror bis nach Amerika. Was viele negierten, trat voll zu Tage. Deutsche
lüfteten Anteile daran. Erste Artikel betonten Max Baron von Oppenheim
in der Berliner Islampolitik der Weltkriege. Nun legt ein Dutzend Bücher
zu dem Jihadist ein Forschungsfeld frei, zumal hinter ihm der Kaiser und
Hitler standen. Von Oppenheim gilt als Hauptfigur, dies zu erhellen.
Jene, die dessen Mittelost 1886 bis 1946 in dortigen Sprachen erkunden,
stehen am Beginn: Wie nahmen einst Kalif, Muftis und Mullahs diese
Jihadisierung des Islam durch Berlin, Istanbul, Kairo und Teheran auf?
Kernfragen stellte sich der Princetoner Romanist Lionel Gossman in
seinem Buch über des Barons Leben: Konspirator für Jihadrevolten,
Ausgräber in Tall al-Halaf sowie "Halbjude" unter Nazis.
Jenes Ringen der Gelehrten spiegelt sich hier wider. Gossman missfällt,
diesen Baron als "deutschen Vater des Heiligen Kriegs" zu betiteln. Aber
er nennt ihn des "Kaisers Spion". Indes "deutscher Abu Jihad" die
Sachlage trifft, in beiden Weltkriegen Revoltenpläne an Kaiser und Hitler
gesandt zu haben, um islamische Kolonien-Mandatsländer aufzurühren,
bleibt "Spion" fraglich. Berlin hegte vor dem Weltkrieg keinen
Geheimdienst in Mittelost mit Agenten. Das wäre zu beweisen, und was
"Spion" heisst: aus Kairo fast 500 Berichte über den Islam 1896 bis 1910
zu schicken, Islamisten Arabiens und Indiens zu vereinen und im Zweiten
Weltkrieg Islamisten und Gesandte zu lenken, war noch kein Spionieren.
Regionallobby
Die kausale Spirale begann: Von Oppenheims Taten und
Nachrichtenorganisation mit 75 Lesesälen im Osmanenreich ergaben bald
Blaupausen, wie man Spione und Gelehrte für die Mittelostpolitik
einsetzt. Fachwissen war dürftig und nicht Praxis orientiert. Nicht nur
bei Deutschen, sondern Arabern, Iranern und Briten. Londons "Schule für
Orientstudien" kam nicht zufällig 1916 auf, als John Buchans Bestseller
"Grünmantel" die Jihadstrategie des Kaisers enthüllte. Zudem lieferte von
Oppenheim Erfahrungen, wie man in Mittelost Informationsnetze verzweigt.
Die Jihadisierung nutzte der Abwehr, SS und den zweierlei Nachfolgern wie
die "Organisation Gehlen" und Stasi. Und umgekehrt mag Hitler vom
Geheimtrupp "Teshkilat-i Mahsusa" Envers gelernt haben, den er als
Vorbild gelobt hat.
Da Max Prinzipien einführte, etwa lokale Islamgelehrte und Medien im
Berliner Interesse sprechen zu lassen, kopierten das auch andere.
Erstmals vereinte er etwa je zwei Dutzend Islamologen und Islamisten 1914
als Regionallobby der vom Auswärtigen Amt bezahlten Nachrichtenstelle für
den Orient. Daran knüpfte Aussenminister Joachim von Ribbentrop, 1918 in
Istanbul aktiv, zwei Dekaden später an. Er baute sein Geheimes
Nachrichtenbüro für Mittelost auf. Ihm halfen der Gesandte Fritz Grobba
und der Schiit Kamil Muruwwa.
Gossman, "weder Archäologe noch Mittelostgelehrter", zeigt so ähnliche
Linien zu seiner Kernfrage auf - wie konnte Maxbaron mit jüdischer
Herkunft für Hitler arbeiten und dem Terror entgehen? Der Baron sei kaum
zu fassen. Nazis galt er als "Halbjude": Großeltern jüdisch, Vater Albert
bereits konvertiert katholisch; und seine Mutter Pauline Katholikin.
Und doch dachte sich, fand Gossman, von Oppenheim stets als nicht mit
Juden verwandt.
Aber er überstand die Nazizeit als "Ehrenarier" relativ unberührt, anders
als seine Brüder.
Identitäten
Der Sohn einer namhaften Bankiersfamilie liess selbst nicht den leisesten
Riss in seinem Selbstverständnis erkennen. Zwar sahen andere in ihm oft
den "Juden", aber auch, dass er mehr Deutscher als die Deutschen wäre:
plus allemands que les
 

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