Vedica und linguistica (Google eBook)

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K.J. Trübner, 1880 - Aryan languages - 248 pages
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Popular passages

Page 47 - Kreis zu treten, welcher durch das mächligste gemeinsame Band , das der Sprache, zusammengehalten wird. Specielle Richtungen, welche in den kleineren Complexen, im Gegensatz zu den allgemein für richtig oder schön geltenden, hervortreten, werden als Fehler gebrandmarkt und, wo sie nicht durch den geselligen Verkehr, oder andre Einwirkung derer, welche als Vertreter des allgemein als recht und schön anerkannten gelten, von selbst weichen, werden sie mit Absicht vermieden und gegen das allgemein...
Page 146 - Zu lesen sahäsrdni. tbeilt, jene mit 10 und 100 diese aber nur mit sich selbst, der heiligen Dreizahl, multiplicirt. Die durch diese Vergleichung mir zu Theil gewordene Bestärkung in meiner Vermuthung war natürlich fast rein persönlich, nichts weniger als sachlich. Um sie zur Sicherheit oder wenigstens hohen Wahrscheinlichkeit zu erbeben, bedurfte es neben der linguistischen Begründung, noch der WegräHmung einiger Bedenken.
Page 114 - ... abhängig geworden ist. Allein es ist nicht besonders rühmlich für die griechische Philologie, daß, nachdem sie mehr als zwei Jahrtausende mit verhältuißmäßig geringer Unterbrechung geübt ist, noch in ihren jüngsten Lexicis und Grammatiken die Formen anö, inl, naget, nsqi, irtö, xcrao, (jtsxa aufgestellt werden, welche in der Sprache weder je vorkommen noch vorkommen konnten.
Page 239 - S. 2l 8 — 219 in die Worte gefaßt habe: 'Vielleicht läßt sich diese Frage dadurch lösen, daß wir annehmen, was mit so manchen Wörtern geschehen ist, daß ein deutsches Wort nach Frankreich gelangt ist, hier sich modificirte und in dieser modificirten Gestalt, zugleich mit etwaiger Verbesserung dessen was es bezeichnete ['mit einer verbesserten Benutzung des Hopfens', wie es S. 219 Z. 9 heißt), zurückkehrte und, gewissermaßen als civilisirt betrachtet, in dieser Modification seine Aufnahme...
Page 178 - leuchtend , strahlend' in der Bedeutung , welche wir durch 'blitzend' ausdrücken. Wörtlich würde ich übersetzen: 'Wenn er als ein, wie ein Beil strahlender — gleich wie für den Atri — hervorbrach'. Bei 'er' ist durch den ganzen Hymnus — welcher dem Agni gewidmet ist — , selbstverständlich, daß Agni damit gemeint sei; natürlich ist ein scharf geschliffenes Beil , wohl eine zum Kampf geschärfte Streitaxt gemeint (vgl. die Beisätze von svädhiti: tejamäna (Rv.
Page 51 - Diese Aussprache fing an durch Umstände, welche sich nicht mehr erkennen lassen, Autorität zu erlangen , für richtig und schön zu gelten und ward in Folge davon auch von Individuen und Complexen angenommen, denen die Nöthigung, welche sie herbeigeführt hatte, ganz fremd gewesen sein konnte. So erhielt sie eine weite Verbreitung; allein als die Sprache sich fixirte , war in vielen Fällen das ursprüngliche s noch nicht ganz verdrängt, wie z. B. avs neben v$, erscheint, i£#«o'at neben «#17...
Page 239 - The Chemist and Druggist' Vol. XXII No 4 (April 15, 1880), p. 154—155 veröffentlichten Aufsatz, welcher theils auszugsweise, theils übersetzt, die in den Gott. Anz. geführte Untersuchung mittheilt und daran p. 155 eine Note knüpft, welche das angelsächsische Wort hervorhebt und damit die Frage zu Gunsten der erwähnten Auffassung höchst wahrscheinlich — denn ganz unbedenklich wird sie auch hierdurch noch nicht — endgiltig entscheidet. Aus diesem Grunde — und, weil diese Zeitschrift...
Page 225 - ... irren, wenn man glaubt, er sei ganz geschwunden. Er entgeht keinem aufmerksamen Ohre, welches geübt ist, die Wörter nicht so nur zu hören, wie sie geschrieben werden (orthographisch) , sondern so wie sie wirklich ausgesprochen sind. Diese hören ein b — natürlich bei einigen stärker bei ändern schwächer — zwischen m und d auch inEmden Hemd und deutlicher in Hemden und anderen ähnlichen Wörtern und werden es trotz aller Orthographie so lange hören, als sein Klang nicht so sehr gemildert...
Page 149 - fünf leicht und wesentlich identisch werden konnten — so liegt die Vermuthung nahe, daß dies im Sanskrit auch in Bezug auf das einstige Abstract von shash 'sechs', nämlich shashti 'Sechsheit', wenn auch vielleicht nur in einzelnen Fällen, wie etwa dem vorliegenden geschehen konnte, und diese Vermuthung erhält keine geringe Bekräftigung dadurch, daß, wie ich (in der Abhandlung 'Das Indogermanische Thema des Zahlworts 'Zwei' ist Du
Page 197 - ... hinzugetreten, allein — aber auch so — welch geringe kaum in das Ohr fallende Unterschiede bei Wörtern, welche kategorisch verwandte und doch um das Zehnfache verschiedene (40 und 400) Bedeutungen zu bezeichnen bestimmt waren. Eine solche Aehnlichkeit, ja! man kann sagen, in practischer Beziehung fast vollständige Gleichheit zweier Wörter, deren, möchte man sagen, zehnfache Verschiedenheit für fast alle socialen Verhältnisse von der größten Wichtigkeit gewesen wäre , konnte sich...

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