Friedrich Heinrich Jacobi's auserlesener Briefwechsel, Volume 1 (Google eBook)

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G.Fleischer, 1825
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Page 39 - Alles dieses ward von einem so außerordentlichen Ausdrucke in Wielands ganzer Person begleitet, daß ich mich in allen Nerven davon erschüttert fühlte. — Sophie ging ihrem Freunde mit ausgebreiteten Armen entgegen; er aber, anstatt ihre Umarmung anzunehmen, ergriff ihre Hände und bückte sich, um sein...
Page 320 - In einer Unterredung, die ich mit ihm hatte, kam er einmal so sehr in Eifer, daß er behauptete, die bürgerliche Gesellschaft müsse noch ganz aufgehoben werden; und so toll dieses klingt, so nah ist es dennoch der Wahrheit. Die Menschen werden erst dann gut regiert werden, wenn sie keiner Regierung mehr bedürfen.
Page 40 - Wieland -Wieland - O ja, Sie sind es - Sie sind noch immer mein lieber Wieland! — Wieland, von dieser rührenden Stimme geweckt, richtete sich etwas in die Höhe, blickte in die weinenden Augen seiner Freundin, und ließ dann sein Gesicht auf ihren Arm zurücksinken.
Page 210 - Spukens willens nicht gleich des Teufels sey, sondern oft nur deswegen umgehe, weil man noch nicht ordentlich begraben sey, oder weil man einen Schatz versteckt habe. Also befand sich's mit Doctor Wehrwolf; Sie aber entsetzten sich sehr, als Sie mich zum ersten Male als Gespann mit ihm einher traben sahen.
Page 287 - Halbe willkommener sei, als vom Kleinen das Ganze, daß auf dem Könige etwas von der Ehre und der Herrlichkeit der Götter ruhe; der König werde durch die Krone nicht schöner, und doch sähen wir ihn lieber; die Liebe folge ihm bis ins Alter, und nur mit Königen sei sie sicher vor Schande.
Page 36 - Wann er stark gerührt ist, so gerät sein ganzer Körper, doch auf eine fast unmerkliche Weise, in Bewegung; seine Muskeln dehnen sich aus; seine Augen werden heller und glänzender; sein Mund öffnet sich etwas; und so bleibt er in einer Art von Erstarrung, bis er einige Worte ausgesprochen, oder seinem Freunde die Hand gedrückt hat.
Page 230 - Goethe und Ihnen ist es genau so gegangen, wie ich es vorausgesehen hatte. Es wird sich von selbst nach und nach Alles in die Richte senken, und was schadet's, wenn's dabei auch hie und da ein wenig kracht und erschüttert? — Ueberlegen Sie doch mit Goethe, welchergestalt unser Merkur...
Page 228 - Dienstags, den 7. d. M., morgens um fünf Uhr, ist Goethe in Weimar angelangt. O bester Bruder, was soll ich Dir sagen? Wie ganz der Mensch beim ersten Anblick nach meinem Herzen war! Wie verliebt ich in ihn wurde, da ich am nämlichen Tage an der Seite des herrlichen Jünglings zu Tische saß!
Page 330 - Aug' oder Ohr, oder ich strecke meine Hand aus, und fühle in demselbigen Augenblick unzertrennlich: Du und Ich; Ich und Du.
Page 288 - Bewunderung, meine Liebe? Dennoch fühle ich ein Zutrauen zu Ihnen, fühle auch, daß ich selber einigen Werth habe; und da giebt es Aufwallungen, daß ich Ihnen nur so geradezu in die Arme laufen möchte.

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