Länderanalyse Afghanistan: Externe islamistische Einflüsse und Ideologietransfer

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GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient, Note: 1,0, Universitat Wien (Wirtschafts- und Sozialgeschichte), Veranstaltung: SE Islamismus, 18 Literaturquellen, 4 Internetquellen Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Islamistische Konzepte 1.1. Jihad-Ideologie Im Zuge des Kampfes verschiedener Gruppen gegen die sowjetischen, seit 1979 in Afghanistan massiv prasenten Truppen, trat unter den anti-sowjetischen Kampfern eine Jihad- Ideologie1 salafitischer Pragung auf, auf die Gruppierungen wie Al-Qaida auch heute Bezug nehmen. Viele mudjahedin, die in den Achtziger Jahren in Afghanistan kampften, sind heute Mitglieder der Al-Qaida. Die Jihad-Bewegung verfolgt die Doktrin Al wala wa-lbara," Treue und Bruch." Damit wird Bezug auf die Blutezeit des Islam unter den Kalifaten der Nachfolger Mohammads genommen2: Treue soll die umma einen und ihr zu ihrer Starke im Kampf gegen ihre Feinde (Bruch) verhelfen. Als Feinde werden, im Kontext der von dem agyptischen Arzt und Chefideologen Al-Qaidas Aiman al-Zawahiri in westlichen Medien veroffentlichten Kommuniques Kreuzfahrer" und Juden" deklariert. So forderte ein im Oktober 2001 erschienener Aufruf Al-Zawahiris als Reaktion auf den Kreuzzug gegen Afghanistan"3, also den Beginn der Operation Enduring Freedom" durch ein massives Bombardement Afghanistans, den totalen Jihad. 1.1.2. Traditionalismus und Reformismus Die neue islamistische Stromung, besonders die in den pakistanischen Madrassen gelehrte hanafitische Rechtsschule (madhhab hanafi), lehnt zum Teil gemassigte Schulen, wie die des afghanischen Reformatoren Saijid Jamal al-Din al-Afghani (circa 1839-1897) ab. [...
  

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