H. C. Andersens „kleine Seejungfrau“ als Ausdruck homoerotischer Camouflage (Google eBook)

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GRIN Verlag, Sep 2, 2008 - Literary Criticism - 21 pages
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Am 2. April 1805 in Odense geboren, wächst Hans Christian Andersen in großer Armut und unter sehr schwierigen familiären Verhältnissen auf. Seine trinkende Mutter, der geisteskranke Großvater und der ebenfalls geistig instabile Vater bieten Hans nicht gerade die Bedingungen, die ein Kind zum Aufwachsen benötigt. So verläuft seine Kindheit eher trostlos. Da er auf Grund seines weichen, sensiblen und angreifbaren Charakters in seiner Umwelt als „Sonderling“ gilt, bleibt Hans immer Außenseiter. Tatsächlich ist Hans anders als die anderen Kinder: Er spielt kaum mit Gleichaltrigen, versinkt in der Schule in Tagträumereien, in denen er als großer Künstler gefeiert wird, beschäftigt sich – seiner Geschlechtsrolle entsprechend ungewöhnlich – ausgiebig mit Puppen und besitzt eine außergewöhnlich gute Singstimme, die er gern in kleinen Gesellschaften erklingen lässt, wobei er es liebt, dazu zu tanzen. Dieser musischen Begabung will Andersen denn auch beruflich nachgehen. Entgegen dem Willen seiner Mutter, die ihn gern als Lehrling der Schuhmacherei gesehen hätte, macht er sich 1820 auf nach Kopenhagen. Nach mehreren Anlaufschwierigkeiten gelingt es ihm, als Schüler zunächst in die königliche Tanzschule, später in die Gesangsschule aufgenommen zu werden. Seine Begabung erweist sich jedoch nicht als so außerordentlich, dass er damit Geld verdienen könnte. In dieser verzweifelten Lage, in der es um seine bloße Existenz ging, hat Andersen großes Glück. Der Theaterdirektor Jonas Collin nimmt sich seiner an. Collin beschafft Andersen ein Stipendium für die Lateinschule und wird von diesem Zeitpunkt an zu einem Vaterersatz für ihn.
  

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