Von der Ursache, dem Princip und dem Einen (Google eBook)

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Dürr'schen Buchhandlung, 1902 - Metaphysics - 161 pages
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Page 39 - ... in gewissen Abstufungen die ganze Materie erfüllt, so ist der Geist offenbar die wahre Wirklichkeit und die wahre Form aller Dinge. Die Weltseele ist also das...
Page xxiv - Vernunft schau' ich die Weiten, Die keine That, nicht Maass noch Kechnung zwingen; Die Masse, Kraft und Zahl kann ich durchdringen, Die Untres, Obres wie die Mitte leiten. Nicht blinder Wahn, der Zeit, des Schicksals Tücke, Nicht offne Wut, noch Hasses gift'ges Flüstern, Nicht Bosheit, roher Sinn und freches Trachten Vermögen je, den Tag mir zu verdüstern, Mir zu verschleiern meine hellen Blicke, Noch meiner Sonne Glanz mir zu umnachten.
Page 97 - Dies bewegt sich nicht räumlich, weil es nichts außer sich hat, wohin es sich begeben könnte; ist es doch selber alles. Es wird nicht erzeugt, denn es ist kein anderes Sein, welches es ersehnen oder erwarten könnte; hat es doch selber alles Sein. Es vergeht nicht; denn es gibt nichts anderes, worin es sich verwandeln könnte -, ist es doch selber alles. Es kann nicht ab- noch zunehmen -, ist es doch ein Unendliches, zu dem einerseits nichts hinzukommen, von dem andererseits nichts hinweggenommen...
Page 29 - Die universelle Vernunft ist das innerste, wirklichste und eigenste Vermögen und der Teil der Weltseele, die ihre Macht bildet. Sie ist ein Identisches, welches das All erfüllt, das Universum erleuchtet und die Natur unterweist, ihre Gattungen so, wie sie sein sollen, hervorzubringen. Sie verhält sich demnach zur Hervorbringung der Dinge in der Natur, wie unsere Vernunft sich zur entsprechenden Hervorbringung der sinnvollen Gestalten verhält. Sie wird von den Pythagoräern der Beweger und Erreger...
Page 97 - Es ist nicht Materie, denn es ist nicht gestaltet noch gestaltbar, nicht begrenzt noch begrenzbar. Es ist nicht Form, denn es formt und gestaltet nichts Anderes es ist ja alles; es ist das Größte, ist eins und universell. Es ist nicht meßbar und mißt nicht.
Page 30 - Wir nennen sie den inneren Künstler, weil sie die Materie formt und von innen heraus gestaltet, wie sie aus dem Innern des Samens oder der Wurzel den Stamm hervorlockt und entwickelt, aus dem Innern des Stammes die Äste treibt, aus dem Innern der Äste die Zweige gestaltet, aus dem Innern dieser die Knospen bildet, von innen heraus wie aus einem...
Page 115 - Edelsteines, der so kostbar wäre, dass er alles Gold der Erde aufwöge, als an der Vielheit der Tausende von Tausenden solcher Groschen wie die, von denen du einen in der Börse hast.
Page 95 - ... Grunde, wie man sagt, daß sie das begehrt, was sie manchmal empfängt und hervorbringt, kann man auch sagen, wenn sie abwirft und beseitigt, daß sie verabscheut, ja viel mächtiger verabscheut als begehrt, da sie doch die einzelne Form, die sie für kurze Zeit festgehalten hat, für ewig abwirft . . . Die Quelle der Formen kann nicht begehren, was in ihr ist, da man doch nicht begehrt, was man besitzt» (Dialoghi della causa principio ed uno, 4.
Page 98 - Teil nicht mehr an, als ein noch so viel kleinerer, und deshalb ist in der unendlichen Dauer die Stunde nicht vom Tage, der Tag nicht vom Jahr, das Jahr vom Jahrhundert, das Jahrhundert vom Moment verschieden; denn die Augenblicke und die Stunden haben nicht mehr Sein als Jahrhunderte, und jene haben zur Ewigkeit kein geringeres Verhältnis als diese.
Page xxii - Wurzelnd ruhst du, o Berg, tief mit der Erde verwachsen, Aber dein Scheitel ragt zu den Gestirnen empor. Geist, von des Weltalls Höhn mahnt dich die trennende Grenze, Die dich, beiden verwandt, scheidet von Hades und Zeus, Daß du dein Recht nicht verlierst und träg in Niedern beruhend Sinkst vom Staube beschwert dumpf in des Acheron Flut.

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