Unmoral, Krankheit oder Naturphänomen? Homosexualitätskonzepte im wissenschaftlichen Sexualitätsdiskurs zwischen 1830 und 1915

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Bod Third Party Titles, 2008 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte - Sonstiges, Note: 1,0, Technische Universitat Dresden (Institut fur Geschichte), 22 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dieser Arbeit soll der wissenschaftliche Diskurs uber Sexualitat im Zeitraum zwischen 1830 und 1915 untersucht werden. Es wird davon ausgegangen, dass Sexualitat ein Bereich menschlicher Lebensausserungen ist, der wesentlich durch kulturelle und gesellschaftliche Verhaltnisse, Einrichtungen und Normen gepragt wird. Da auch die wissenschaftstreibenden Subjekte von den Normen und Werten ihrer Zeit beeinflusst werden, ist auch ihre wissenschaftliche Produktion nicht frei von diesen gesellschaftlichen Vorstellungen und Interessen. Neben der wissenschaftlichen Festschreibung normaler" Sexualitat, die aus christlichen und burgerlichen Werten abgeleitet wurde, wurden zugleich Entgrenzungen vorgenommen und Abweichungen produziert. Bei einer Form dieser so genannten Perversionen" handelte es sich um Homosexualitat, wobei die Aufmerksamkeit zunachst ausschliesslich den mannlichen Homosexuellen zuteil wurde. Im Folgenden untersucht werden, wie die gleichgeschlechtliche Liebe erklart wurde, das heisst welche wissenschaftlichen Konzepte ihr, insbesondere als eine Art der sexuellen Devianz, gegenuber vertreten wurden und welche Bewertungen sie erfuhr. Galt die Homosexualitat als moralisch, physiologisch, psychologisch oder sozial bedingt? Diese Fragen werden in der folgenden Analyse der "Scientia sexualis" im medizinisch-psychologischen Diskurs von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum beginnenden 20. Jahrundert zu beantworten se

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