Anthropologie: die Lehre von der menschlichen Seele ; neubegründet auf naturwissenschaftlichem Wege für Naturforscher, Seelenärzte und wissenschaftlich Gebildete überhaupt (Google eBook)

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Brockhaus, 1860 - Anthropology - 623 pages
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Page 350 - Übergewicht gegeben; einige wenige haben diese Art zu denken, und viele wollen sie zu haben scheinen ; diese machen das Geschrei und geben den Ton...
Page 327 - ... es wird künftig, ich weiss nicht, wo oder wann, noch bewiesen werden, dass die menschliche Seele auch in diesem Leben in einer unauflöslich verknüpften Gemeinschaft mit allen immateriellen Naturen der Geisterwelt stehe, dass sie wechselweise in diese wirke und von ihnen Eindrücke empfange, deren sie sich aber als Mensch nicht bewusst ist, so lange Alles wohl steht.
Page 131 - Zusatz" S. 293). Oder wie Hegel diesen für ihn entscheidenden Gedanken an einer andern Stelle nicht weniger prägnant ausdrückt: „Der Geist ist dieses, sich ewig zu erkennen, sich aufzuschliessen zu endlichen Lichtfunken des einzelnen Bewusstseins und sich aus dieser Endlichkeit wieder zu sammeln und zu erfassen, indem in dem endlichen Bewusstsein das Wissen von seinem Wesen und so das göttliche Selbstbewusstsein hervorgeht. Aus der Gärung der Endlichkeit, indem sie sich in Schaum verwandelt,...
Page 36 - Seele, sofern diese doch in irgend einer unmittelbaren Beziehung mit ihrem Organe stehen muss, gerade gar keine oder die allergeringste Bedentung: denn diese wird doch nicht neben oder ausser dem Organe sich befinden sollen, durch welches sie wirkt? Hierbei sei uns sogleich eine allgemeine Bemerkung gestattet, die auf alle Theile unsers Werks sich bezieht. Wenn wir auf physiologische Theorien uns berufen , so könnte man sehr mit Recht das Hypothetische dieser Wissenschaft uns entgegenhalten, von...
Page 131 - Der Geist fängt daher" in dieser Selbstverwirklichung „nur von seinem eigenen Sein an und verhält sich darin nur zu seinen eigenen Bestimmungen" (§. 439, 440, mit „Zusatz"). Der Geist kann daher auch gefasst werden als die Einheit des Allgemeinen und des Individuellen, als die „unendliche Vernunft im conereten Begriffe ihrer selbst"; das „Ich ist diese Form".
Page 327 - ... sie zur persönlichen Einheit mit einem Körper verbunden ist, die materielle allein klar empfindet, dagegen als ein Glied der Geisterwelt die reinen Einflüsse immaterieller Naturen empfängt und ertheilt, so dass, sobald jene Verbindung aufgehört hat, die Gemeinschaft, darin sie jederzeit mit geistigen Naturen steht, allein übrig bleibt, und sich ihrem Bewusstsein zum klaren Anschauen eröffnen müsste.
Page 131 - Die Endlichkeit des Geistes darf aber nicht für etwas absolut Festes gehalten, sondern muß als eine Weise der Erscheinung des nichtsdestoweniger seinem Wesen nach unendlichen Geistes erkannt werden. Darin liegt, daß der endliche Geist unmittelber ein Widerspruch, ein Unwahres — und zugleich der Proceß ist , diese Unwahrheit aufzuheben.
Page 548 - ... würden. Und was die artikulirte Tonbildung betrifft, so ist schon von Lotze bemerkt worden, dass verschiedene Consonanten und Vocale von manchen Säugethieren wirklich hervorgebracht werden; man könne kaum zweifeln, „dass die meisten der bestimmten Mundstellungen, auf denen unsere artikulirten Laute beruhen, den Thieren mechanisch möglich sein würden, wenn es nur einen Antrieb für ihre Muskeln gäbe, sie hervorzubringen, und einen Antrieb für ihre Phantasie, sie untereinander zu verknüpfen".
Page 328 - Wirkungen wieder finden, die ein mit der ganzen Geisterwelt in unauflöslicher Gemeinschaft stehendes Wesen schon vorher daselbst nach pneumatischen Gesetzen ausgeübt hat.
Page 350 - Der Same, sie zu glauben, liegt in uns allen, und in denen am häufigsten, für die er vornehmlich dichtet. Es kömmt nur auf seine Kunst an, diesen Samen zum Keimen zu bringen, nur auf gewisse Handgriffe, den Gründen für ihre Wirklichkeit in der Geschwindigkeit den Schwung zu geben. Hat er diese in seiner Gewalt, so mögen wir...

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